9-Euro-Ticket hin oder her: Bremer BSAG verkauft fast 130 Zeitkarten

Straßenbahnen stehen am Bremer Hauptbahnhof.
Bild: Imago | Aviation-Stock
  • BSAG hat im Sommer fast 130 Monats- und Wochentickets verkauft.
  • Fahrgäste hätten stattdessen günstigeres 9-Euro-Ticket kaufen können.
  • Möglichkeit zum Geldsparen verpasst.

Trotz des günstigen Neun-Euro-Tickets hat die Bremer Straßenbahn AG (BSAG) in diesem Sommer fast 130 Monats- und Wochentickets verkauft. Wie die BSAG auf Anfrage von buten un binnen mitteilte, sind im Juni und Juli knapp 30 Monatskarten und fast 100 Wochentickets verkauft worden.

Beide Zeitkarten sind deutlich teurer als das von der Bundesregierung im Rahmen seines Energie-Entlastungspaketes finanzierte Neun-Euro-Ticket, mit dem von Juni bis Ende August alle Busse und Bahnen im Nah- und Regionalverkehr genutzt werden können: Allein das Wochen-Ticket für Fahrten an sieben aufeinander folgenden Tagen kostet bei der BSAG 23,80 Euro, das Monatsticket 67,60 Euro.

BSAG bot für Juni-Tickets noch einen Umtausch an

Warum Fahrgäste trotz des Neun-Euro-Tickets die teureren Karten gekauft hätten, wisse man nicht, teilte ein BSAG-Sprecher mit. Auch sei unbekannt, ob einige Käufer die Monatskarten im Nachgang umgetauscht hätten. Die BSAG hatte Fahrgästen mit einem Ticket für Juni angeboten, ihr Ticket vor Laufzeitbeginn gegen ein Neun-Euro-Ticket zu tauschen.

Die Nachfrage nach dem Neun-Euro-Ticket in Bremen war groß: Allein zum Start im Juni verkaufte die BSAG fast 129.000 Neun-Euro-Tickets. 

Auch im Verkehrsbund Bremen/Niedersachsen (VBN) wurden Zeittickets abseits des Neun-Euro-Tickets verkauft. Beim Sieben-Tage-Ticket waren es im Juni 368 verkaufte Karten (Mai 2022: 5.945), beim Monatsticket 142 (Mai 2022: 14.750). Der VBN habe laut einem Sprecher auf allen Kanälen darauf hingewiesen, dass das Neun-Euro-Ticket die günstigere Variante sei.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Tag, 24. August 2022, 23:30 Uhr