Taucher stirbt im Kreidesee bei Cuxhaven

Wintertaucher im Kreidesee

Taucher stirbt im Kreidesee in Hemmoor bei Cuxhaven

Bild: DPA | Mohssen Assanimoghaddam
  • Tauchgang im Kreidesee in Hemmoor endet tödlich
  • Taucher geriet in 20 Metern Tiefe in problematische Lage
  • Rettungskräfte fanden den Taucher leblos im Wasser

Ein 50 Jahre alter Taucher ist bei einem Tauchgang im Kreidesee in Hemmoor tödlich verunglückt. Der Mann war mit seiner Ehefrau in dem See im Landkreis Cuxhaven unterwegs, als es in etwa 20 Metern Wassertiefe zu Tarierungsproblemen kam, wie ein Polizeisprecher mitteilte.

Tarieren bezeichnet beim Tauchen den Ausgleich von Auftrieb und Abtrieb. Das Ehepaar habe sich dann entschlossen, gemeinsam langsam aufzutauchen, sagte der Sprecher. In einer Tiefe von sechs bis acht Metern hätten sich die beiden aus den Augen verloren.

Kreidesee ist bei Tauchern besonders beliebt

Kräfte der Feuerwehr und der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) rückten an, um den See am Sonntagnachmittag abzusuchen. Der Taucher wurde laut Polizei schließlich leblos in 50 Metern Wassertiefe gefunden.

In der ehemaligen Kreidegrube verunglücken Taucher immer wieder tödlich. Der bis zu 60 Meter tiefe Kreidesee Hemmoor ist bei Tauchern unter anderem wegen seiner klaren Sichtverhältnisse unter Wasser beliebt. Außerdem sind dort noch Reste des alten Tagebaus zu entdecken – etwa Gebäude, Straßen, Laternen oder Brücken. Bis in die 1970er Jahre wurde dort Kreide für die Zementherstellung abgebaut.

Dieses Thema im Programm: Bremen Vier, Vier News, 11. Juli 2022, 12 Uhr