"Günstig geht anders": 86 Prozent der User fordern Aus für Tankrabatt

Ein Mann tankt sein Auto und betrachtet die Preise
Bild: DPA | Daniel Kubirski
  • Viele Bremerinnen und Bremer lehnen Senkung der Spritsteuer ab
  • Rund 14 Prozent wollen dem Tankrabatt noch eine Chance geben
  • 1.247 Leute haben an Umfrage teilgenommen

Weniger zahlen fürs Tanken? Autofahrer sollten sich darüber freuen können. Doch den Anfang Juni eingeführten Tankrabatt lehnen die meisten Bremer laut einer nicht-repräsentativen Umfrage von buten un binnen ab.

1.247 Leute haben an der Online-Umfrage teilgenommen. 85,6 Prozent haben dafür gestimmt, den Tankrabatt abzuschaffen – wenn dieser nicht oder nur in zu geringem Maße bei den Verbrauchern ankommt. 14,4 Prozent haben sich hingegen dafür ausgesprochen, den Tankrabatt für die drei geplanten Monate beizubehalten. Es sei nämlich nicht absehbar, wie sich die Preise entwickeln.

Auf Facebook beschweren sich viele Nutzerinnen und Nutzer, dass sie den Tankrabatt beim Preis gar nicht bemerken.

Welcher Tankrabatt? Ich hab am 1. Juni für 1,91 pro Liter Super getankt. Danach lagen die Preise in Bremerhaven permanent über zwei Euro pro Liter. So richtig günstig geht anders, wa?!

Tobias Koch - 8. Juni 2022, 19:01 Uhr.

Einige Nutzerinnen und Nutzer wünschen sich, dass das Bundeskartellamt sich einschaltet und die Mineralölkonzerne stärker reguliert. Zudem gibt es große Enttäuschung über die Politik wegen des offenbar wirkungslosen Tankrabatts.

Wer als Präsident des Kartellamtes immer noch nicht sehen will, dass die Ölkonzerne mit dem #Tankrabatt ihre Profite maximieren, ist fehl am Platz. Ein #Kartellamt, das nur beobachtet anstatt einzugreifen, macht sich selbst überflüssig!

Margereth Gorges - 8. Juni 2022, 20:48 Uhr.

Auch auf Twitter empören sich die Menschen über die ihrer Ansicht nach fehlgeleitete Maßnahme.

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Andere Nutzerinnen und Nutzer fragen sich, was für Alternativen es zum Tankrabatt gibt. Auf Facebook macht ein Nutzer einen Vorschlag dazu:

Eine Erhöhung der Pendlerpauschale für Bezieher niedriger Einkommen hätte mit überschaubarem bürokratischen Aufwand bewirkt, dass tatsächlich diejenigen entlastet werden, die auf das Auto angewiesen sind. Mit dem Tankrabatt werden auch SUV-Fahrer entlastet, die dies gar nicht nötig haben sowie das Kartell der Ölmultis gefüttert. Langfristig müssen Unternehmen eben Wegegeld an ihre Mitarbeiter zahlen, wenn sie es diese Mitarbeiter haben wollen, diese aber keine bezahlbaren Wohnungen in der Nähe finden. Somit kann man dieses Thema nicht getrennt vom Thema Wohnungsbau betrachten.

Guido von Tubeuf - 8. Juni 2022, 21:06 Uhr.

Ein anderer Nutzer fordert eine Preis-Obergrenze statt eines Rabatts.

Kippen und eine staatliche Spritpreisdeckelung einführen.

Patrick Keitel - 8. Juni 2022, 21:19 Uhr.

Ein Nutzer befürchtet, dass die Preise ohne Tankrabatt noch weiter steigen und gar die 3-Euro-Marke knacken könnten.

Frage ist: Wie die Preise wohl aussehen werden nach drei Monaten, wenn es kein Tankrabatt mehr geben wird. 2,60 Euro? ...2,80 Euro? 3,00 Euro?

Cil Muammer - 8. Juni 2022, 21:11 Uhr.

Viele Nutzerinnen und Nutzer fühlen sich hinters Licht geführt:

Man wird verarscht. Da machen sich wieder die Falschen unserer Gesellschaft die Taschen voll.

Torsten Borchers - 8. Juni 2022, 21:17 Uhr.

Darum wollen Bremer Grüne und SPD den Tankrabatt wieder abschaffen

Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 8. Juni 2022, 6 Uhr