Gas-Engpässe könnten Abschaltung von Bremer Kohlekraftwerk verzögern

Ein Kraftwerk der SWB.

Gas-Engpässe könnten Abschaltung von Bremer Kohlekraftwerk verzögern

Bild: Radio Bremen
  • Die SWB will ihr letztes Kohlekraftwerk womöglich nicht wie geplant abschalten
  • Mögliche Gas-Engpässe infolge des Ukraine-Kriegs befürchtet
  • Entscheidung über Zeitpunkt der Abschaltung im Sommer erwartet

Der Bremer Energieversorger SWB hat angekündigt, sein letztes Kohlekraftwerk womöglich nicht wie geplant im kommenden Jahr abzuschalten. Ausschlaggebend für eine Verzögerung seien mögliche Gas-Engpässe infolge des Ukraine-Kriegs, sagte SWB-Chef Thorsten Köhne zu buten un binnen. Das letzte Kohlekraftwerk der SWB, die "Block 16" in Hastedt, soll 2023 abgeschaltet werden.

Köhne betonte allerdings, dass die SWB nach wie vor das Ziel verfolge, sich von fossilen Brennstoffen wie Kohle und Gas zu trennen. Eine Entscheidung über die Abschaltung von "Block 16" erwartet der SWB-Chef im Laufe dieses Sommers.

Die SWB stellte am Donnerstag außerdem ihren Bericht für das Geschäftsjahr 2021 vor. Trotz anhaltender Pandemie erwirtschaftete das Unternehmen im vergangenen Jahr einen Überschuss von 63,8 Millionen Euro, das sind rund 15 Prozent mehr als im Vorjahr (2020: 55,4 Millionen).

Den deutlichen Gewinn will die SWB nach eigenen Angaben in den Umbau ihrer Energieerzeugung investieren. Dazu gehört unter anderem eine neue Verbrennungsanlage für Klärschlamm am Hafen sowie der Ausbau der Fernwärmeversorgung in Bremen und Bremerhaven. Im vergangenen Jahr hat die SWB insgesamt 160 Millionen Euro investiert, sieben Millionen mehr als im Jahr davor.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Die Rundschau, 5. April 16:00 Uhr