Nordseeinseln schütten nach der Sturmflut Strände wieder auf

Ein Muldenkipper, ein sogenannter Dumper, schüttet am Badestrand von Wangerooge Sand aus einem Reservoir im Osten der Insel auf. Am Dienstag begannen die Arbeiten zur Wiederherstellung des für den Inseltourismus wichtigen Strandes.

Nordseeinseln schütten nach der Sturmflut Strände wieder auf

Bild: DPA | Peter Kuchenbuch-Hanken
  • Ministerpräsident Weil besucht Nordseeinseln
  • Sturmfluten haben Strände teilweise weggespült
  • Niedersachsen hat Millionen-Hilfen zugesagt

Schweres Gerät wird seit dieser Woche auf die Insel Wangerooge gebracht. Bagger und Raupe kamen per Schiff zum Ostende der Insel. Damit und mit Kipplastern soll der von Sturmfluten weggerissene Strand jetzt wiederhergestellt werden. Mittwoch kommen auch politische Schwergewichte nach Wangerooge und Langeoog: Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) und Umweltminister Olaf Lies (SPD) wollen sich ein Bild von den Schäden auf beiden Inseln machen.

Auf Wangerooge ist der Hauptstrand nicht mehr vorhanden. Zu sehen ist nur noch eine meterhohe Abbruchkanten im Nordosten der Insel. Auch auf Langeoog gibt es eine lange Abbruchkannte direkt an den wichtigsten Schutzdünen vor dem Pirolatal. Dort ist das erst im letzten Jahr aufgespülte dicke Sandpolster zum großen Teil wegewaschen worden und muss nun erneut aufgespült werden.

Wangerooge investiert 500.000 Euro

Und auf Wangerooge fahren wieder die Kipplaster hin und her, um den Sand aus dem Osten zu holen und den Badestrand damit wieder aufzuschütten. 500.000 Euro soll das in diesem Jahr kosten, vielleicht sogar noch mehr, weil Diesel so teuer geworden ist.

Das Land hat finanzielle Hilfe in Millionenhöhe nach den Sturmfluten zugesagt, aber die Frage ist auch: Macht das alles auf Dauer Sinn oder gibt es Alternativen? Darüber werden Weil und Lies mit Inselpolitikern sprechen.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau am Morgen, 15. März 2022, 7 Uhr