Orkan am Wochenende: Leichte Sturmflut in Bremerhaven möglich

Spaziergänger gehen in Bremerhaven unter dunklen Wolken an der Weser entlang.

Stürmische Wetterlage in Bremen und Bremerhaven erwartet

Bild: DPA | Maurizio Gambarini
  • Orkanböen an der Nordseeküste erwartet
  • Leichte Sturmflut in Bremerhaven möglich
  • Stürmisches Wetter bleibt voraussichtlich bis Montag

Der Ausläufer eines Sturmtiefs bringt am Wochenende erneut unbeständiges Winterwetter mit Sturmböen, Regenschauern und vielen Wolken nach Niedersachsen und Bremen. Der Sturm setzt am Samstag ein und nimmt dann über den Tag hinweg immer mehr zu, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Freitag mitteilte.

Für die Nordseeküste und das nördliche Binnenland erwarten die Meteorologen Sturmböen der Windstärke neun mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 85 Stundenkilometern. Bis zur Nacht zum Sonntag nimmt der Sturm aus Nordwesten zu, dann besteht an der See und im Harz auch die Gefahr von orkanartigen Böen. Das stürmische Wetter hält sich demnach voraussichtlich bis zum Montag.

Gefahr von leichter Sturmflut an der Küste

Für die niedersächsische Nordseeküste besteht laut dem Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) die Gefahr leichter Sturmfluten. Strände, Vorländer und Hafenflächen könnten dann überflutet werden. Nach Angaben des Sturmflutwarndienstes vom Freitag kann das Hochwasser am Samstagabend sowie das Morgen- und Vormittagshochwasser am Sonntag um etwa eineinviertel Meter höher auflaufen als das mittlere Tidehochwasser.

Für Bremerhaven bedeutet die mögliche Sturmflut am Wochenende, dass das Wasser in der Seestadt an der Geestemündung über die Ufer trete. Entsprechend müsste das Tor an der Kennedy-Brücke geschlossen werden.

Im Fährbetrieb zwischen den Ostfriesischen Inseln Langeoog und Wangerooge und dem Festland verschieben sich am Wochenende aufgrund der Sturmflutwarnung Abfahrten, wie die Fährbetriebe mitteilten.

Flut am Donnerstag verlief glimpflich

Bereits für den Donnerstagabend waren an der Küste bei stürmischem Wetter höhere Wasserstände erwartet worden – die Flut verlief aber glimpflich. Eine Sprecherin des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrografie (BSH) in Hamburg teilte mit, dass die Höchststände teilweise "durchaus auch etwas geringer" ausfielen als vorhergesagt.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Morgen, 27. Januar 2022, 8:17 Uhr