Ungenehmigter Baubeginn? Streit um LNG-Terminal in Wilhelmshaven

Der Jade-Weser-Port ist hinter einer Baustelle am Deich zu sehen.
Bild: DPA | Sina Schuldt
  • Niedersächsische Naturschutzbehörde: Keine Genehmigung für Probe-Rammungen
  • CDU-Wirtschaftsminister sauer auf SPD-Umweltminister
  • Umweltminister: Vorfall wird sauber aufgearbeitet

Beim geplanten LNG-Terminal in Wilhelmshaven haben der niedersächsische Wirtschaftsminister, Bernd Althusmann (CDU), und der Umweltminister, Olaf Lies (SPD), bislang an einem Strang gezogen. Möglichst schnell soll es gehen war die Devise. Aber jetzt gibt es Zwist.

Der Bauherr des LNG-Anlegers, Niedersachsenports, soll nämlich ohne Genehmigung Probe-Rammungen vorgenommen haben. Das sagt jedenfalls der Landesbetrieb für Naturschutz (NLWKN). Der NLWKN untersteht dem Umweltministerium, während Wirtschaftsminister Althusmann der Chef des Aufsichtsrats bei Niedersachsenports ist. Sollten sich die Vorwürfe bewahrheiten, könnte das für Niedersachsenports ein Bußgeld von 30.000 bis 40.000 Euro bedeuten.

Wirtschaftsminister ist sauer auf das Umweltministerium

Althusmann ist über die erhobenen Vorwürfe sauer: "Das, was da angedroht wird, kann doch wirklich nicht ernst gemeint sein. Ich gehe davon aus, dass der zuständige Umweltminister seine Behörde in den Griff bekommt, in dieser Frage."

In einer Stellungnahme des Umweltministeriums heißt es, dass der Sachverhalt sauber aufgearbeitet werde. Lies zeigte sich aber Irritiert davon, dass die Presse von der Meinungsverschiedenheit erfahren hat.

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Bild: Radio Bremen

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 17. Juni 2022, 6 Uhr