Fragen & Antworten

Warum Bremer die Bäume in der Stadt trotz Dürre nicht gießen sollten

Eine von der Rosskastanienminiermotte befallene Kastanie trägt aufgrund der Trockenheit und direkter Sonneneinstrahlung besonders trockene Blätter.

Warum Bremer die Bäume in der Stadt trotz Dürre nicht gießen sollten

Bild: DPA | Julian Stratenschulte

Verfärbte Blätter, verdorrtes Gras, staubtrockene Erde – trotz der Dürre sollen Bremer die Bäume in ihrer Straße nicht gießen. Wir erklären, warum.

Zuletzt war es sehr warm und besonders trocken – auch in Bremen. Die Wetterlage macht den Pflanzen zu schaffen. Und nicht nur denen in Gärten und Parks, sondern auch den Straßenbäumen in Bremen. Wie geht es ihnen mit der aktuellen Dürre? Wir klären die wichtigsten Fragen.

Ist es schon so weit, dass die Feuerwehr wieder Bäume gießen muss?
In Bremerhaven musste die freiwillige Feuerwehr tatsächlich schon ausrücken und die Bäume gießen. In Bremen hat die Feuerwehr das anders als in früheren Jahren bisher noch nicht gemacht.
Bedeutet das, dass es den Bremer Bäumen noch gut geht?
So lässt sich das laut einer Sprecherin des Umweltbetriebs Bremen leider auch nicht sagen. Viele Bäume sind schon vorbelastet in diesen Sommer gegangen und jetzt ist wieder sehr heiß und trocken. Für die Bäume ist das sehr anstrengend. Deshalb sind Leute vom Umweltbetrieb regelmäßig unterwegs in Parks und an den Straßen, um Bäumen zu gießen. Sie gießen die Bäume nach eigenen Angaben mit Oberflächengewässer. Weil aktuell Trinkwasser gespart werden soll, rückt die Feuerwehr noch nicht aus. Denn die würden aus den Hydranten Trinkwasser nutzen. Falls die Dürre aber anhält, müsste die freiwillige Feuerwehr vielleicht doch noch ran, sagt die Umweltbehörde.
Würde es denn helfen, wenn wir alle einfach selbst die Gießkanne nehmen und ein bisschen Wasser zu den Bäumen bringen würden?
Prinzipiell klingt das natürlich erst mal nach einer guten Idee. Aber: Die Bäume sollten laut Umweltbetrieb am besten nach einem genauen Plan gegossen werden. Denn wenn ein Baum zu viel Wasser bekommt, kann ihm das sogar schaden. Der Grund: Er kommt dann gar nicht erst auf die Idee, weitreichende Wurzeln auszubilden. So kann man es zumindest kurz zusammenfassen und erklären, sagt der Umweltbetrieb. Die Bremer sollten also das Bewässern lieber Leuten überlassen, die sich wirklich damit auskennen.

Darum geht es den Wäldern in Deutschland immer schlechter

Bild: Radio Bremen

Mehr zum Thema:

Autor

  • Jens Otto Autor

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Morgen, 26. August 2022, 9:40 Uhr