Bremer Polizei: Gewalt gegen Ukrainer und Russen nimmt zu

Ein Polizist in gelber Jacke
Bild: DPA | Dwi Anoraganingrum
  • Bundesweit mehr als 500 Straftaten gegen Russen oder Ukrainer
  • Polizei registriert 24 Delikte in Bremen
  • Meist Beleidigungen, Sachbeschädigungen, aber auch einige Gewalttaten

Der russische Einmarsch in die Ukraine hat auch in Bremen zu Feindseligkeiten gegen hier lebende Ukrainer und Russen geführt. Die Polizei hat insgesamt 24 Straftaten erfasst. 18 davon ordnet sie dabei der politisch motivierten Kriminalität zu – das waren vor allem Sachbeschädigungen. Fünf Straftaten richteten sich direkt gegen Russen beziehungsweise russischsprachige Personen und zwei gegen ukrainische Flüchtlinge. Dabei ging es unter anderem um Bedrohung und Volksverhetzung.

Überwiegend Beleidigungen und Sachbeschädigungen

Laut Bundesinnenministerium verzeichneten die Behörden in ganz Deutschland seit Kriegsbeginn Ende Februar 383 anti-russische Straftaten und 181 anti-ukrainische Delikte. Das sind demnach überwiegend Beleidigungen, Sachbeschädigungen, aber auch einige Gewalttaten.

Dieser Krieg darf nicht auf dem Rücken von Ukrainern oder Russen in Deutschland ausgetragen werden.

Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD)

In Niedersachsen wurden den Polizeibehörden laut Innenministerium bislang 34 strafrechtlich relevante Ereignisse gemeldet. In 14 Fällen waren Russen die Opfer, in 20 Fällen ukrainische Staatsbürger. Bei den russischen Betroffenen sei es in den allermeisten Fällen um Sachbeschädigungen gegangen: Die Ukrainer waren demzufolge meist Opfer einfacher Körperverletzungen.

Dieses Thema im Programm: Bremen Vier, Vier News, 7. April 2022, 15 Uhr