Stiko empfiehlt vierte Corona-Impfung

Eine Pharmazeutin zieht im Impfzentrum für Fußgänger und Radfahrer eine Spritze mit dem Impfstoff von Moderna auf.

Stiko empfiehlt vierte Corona-Impfung

Bild: DPA | Oliver Berg
  • Ständige Impfkommission für zweite Corona-Auffrischimpfung
  • Zielgruppe gesundheitlich besonders gefährdete und exponierte Gruppen
  • Stiko spricht sich auch für Nutzung des Novavax-Impfstoffs aus

Die Ständige Impfkommission (Stiko) spricht sich für eine zweite Corona-Auffrischimpfung für gesundheitlich besonders gefährdete und exponierte Gruppen aus. Das teilte das Expertengremium am Donnerstag mit.

Für Menschen ab 70 Jahren, Menschen in Pflegeeinrichtungen, Menschen mit Immunschwäche sowie Beschäftigte in medizinischen und Pflegeeinrichtungen soll es eine zweite Boosterimpfung geben. Ein Beschlussentwurf sei zur Abstimmung an Fachkreise und Bundesländer gegangen. Änderungen seien noch möglich.

Bremen will Empfehlung unmittelbar umsetzen

Das Bremer Gesundheitsressort will die Stiko-Empfehlungen allerdings unmittelbar umsetzen. "Wir starten damit jetzt", sagt Ressortsprecher Lukas Fuhrmann. Das bedeutet, dass die besonders gefährdeten und exponierten Gruppen sich drei Monate nach der letzten Auffrischungsimpfung erneut impfen lassen dürfen. "Die Betroffenen können einfach zu den Impftzentren kommen", sagt Fuhrmann. Dies sei zwar ohne Termin möglich. Um längere Wartezeiten zu vermeiden, empfiehlt das Gesundheitsressort aber, zuvor online einen Termin zu vereinbaren.

Der Vorsitzende der Stiko, Thomas Mertens, hatte schon in Zeitungsinterviews gesagt, dass für die Impfung die Impfstoffe von Biontech oder Moderna benutzt werden sollen. Studien aus Israel zeigen laut Mertens, dass eine vierte Impfung den Schutz vor Infektionen und schweren Vorläufen noch einmal verbessert.

Empfehlung für Novavax-Impfstoff

Gleichzeitig hat die Stiko aber auch eine Empfehlung für den Novavax-Impfstoff für Menschen ab 18 Jahren ausgesprochen. Zwei Dosen sollen im Abstand von mindestens drei Wochen gegeben werden. Novavax ist der erste klassische Corona-Impfstoff, der in der EU zur Verfügung steht. Auch dieser Beschluss ist zur Abstimmung an Fachkreise und die Bundesländer gegangen.

Der Corona-Impfstoff der amerikanischen Firma Novavax soll voraussichtlich Ende Februar auch in Bremen ausgeliefert werden. Das Gesundheitsressort richtet derzeit eine Registrierungsliste für Bremer und Bremerinnen ein. Der neue Impfstoff kommt nur für bisher ungeimpfte Menschen infrage.

Neuer Novavax-Impfstoff soll Ende Februar in Bremen verfügbar sein

Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 3. Februar 2022, 11 Uhr