So reagiert Bremen auf die neue Booster-Empfehlung

Impfung in den Arm
Bild: Techniker Krankenkasse
  • Bremen kann vermutlich nicht alle Impfberechtigten sofort bedienen
  • Weiterer Ausbau der Impfkapazitäten in Bremen kaum möglich
  • Stiko empfiehlt Boosterimpfung jetzt nach drei statt sechs Monaten

Die ständige Impfkommission empfiehlt jetzt Booster-Impfungen nach drei statt sechs Monaten. Für Bremen ist das nicht überraschend – aber schwer umsetzbar. Wie der Sprecher der Bremer Gesundheitsbehörde, Lukas Fuhrmann, buten un binnen sagte, habe man in Bremen diese Entscheidung erwartet. "Ja, das setzen wir jetzt um", sagte er. Allerdings könne die Umsetzung auch nicht komplett gewährleistet werden.

"Das Tempo kann in Bremen nicht erhöht werden", so Fuhrmann. "Viel mehr geht gerade nicht. Wir haben ja gerade die Impfangebote ausgebaut." Jetzt gebe es mehr Impfberechtigte, die könnten sich aber derzeit nicht unbedingt alle boostern lassen.

Freie Termine vor Heiligabend und Silvester

Laut Stiko sollen Ältere und Vorerkrankte bei der Terminvergabe bevorzugt werden. Verabredete Termine für Jüngere werden in Bremen aber nicht gestrichen, um einen Termin für Ältere möglich zu machen, so der Sprecher. Er verweist außerdem auf noch freie Impftermine am 23. und 30. Dezember.

Auch Ärzte warnen vor Wartezeit und Schlangen

"Wenn jetzt alle auf einen Schlag alle kommen", so der Vorsitzende des Bremer Hausärzteverbandes, Hans-Michael Mühlenfeld, "wird es Wartezeiten und Schlangen vor den Arztpraxen geben". Impfstoff sei nicht mehr das Problem, davon gebe es zur Zeit genug. Man müsse jetzt nur warten, um eine Impfung zu bekommen, sagte er zu buten un binnen. Die Praxen würden tun, was sie könnten. Es sei gut, so Mühlenfeld, dass jetzt auch Fachärzte impfen würden. Das sei besser, als wenn Tierärzte und Apotheker das machen würden.

Rückblick: So läuft es in der Kinder-Impfstelle in Bremen-Mitte

Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: Bremen Vier, Nachrichten, 21. Dezember 2021, 15 Uhr