Radio-Bremen-Journalisten mit "Stern Preis" ausgezeichnet

Andreas Neumann, Stella Vespermann und Sebastian Manz.
Andreas Neumann, Stella Vespermann und Sebastian Manz (von links) wurden in der Kategorie "Lokal" ausgezeichnet. Bild: Radio Bremen
  • Preis in der Kategorie "Lokal" geht an das Team von Radio Bremen
  • Berichterstattung zu Diskriminierung bei der Wohnungsvergabe der Brebau
  • Nannen-Preis wenige Tage vor Verleihung umbenannt

Drei Journalisten von Radio Bremen haben den Stern-Preis, ehemals Henri-Nannen-Preis, gewonnen. Redakteurin Stella Vespermann und ihre Kollegen Andreas Neumann und Sebastian Manz wurden für ihren buten-un-binnen-Fernsehbeitrag "Diskriminierung bei der Wohnungssuche" in der Kategorie "Lokal" ausgezeichnet. Darin hatten sie Missstände bei der Wohnungsvergabe durch die städtische Wohnungsbaugesellschaft Brebau aufgedeckt.

Der Preis gilt als eine der bedeutendsten Auszeichnungen für Journalistinnen und Journalisten und wurde in Hamburg vergeben. Nur wenige Tage zuvor war der Preis von Henri-Nannen-Preis in Stern-Preis umbenannt worden. Hintergrund sind Recherchen des NDR-Formats STRG_F, denen zufolge Nannen während des Zweiten Weltkriegs verantwortlich für zahlreiche antisemitische Flugblätter war. Diese Tätigkeit habe der spätere Stern-Verleger und Namensgeber des Journalistenpreises laut den Recherchen nie vollständig aufgearbeitet und teilweise bewusst verschwiegen.

Was hat sich ein Jahr nach dem Brebau Skandal getan?

Bild: Radio Bremen