Fragen & Antworten

Was Silvester in Bremen und Niedersachsen erlaubt ist – und was nicht

Eine junge Frau hält zwei Wunderkerzen in ihren Händen. Sie trägt einen dicken Mantel und Schal.
Bild: DPA | David Herraez Calzada

Böllerverbot, Treffen nur mit zehn Personen, geschlossene Clubs: Wie und wo können Bremer und Bremerinnen den Jahreswechsel feiern? Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

Darf ich in diesem Jahr Feuerwerk zünden?
In Bremen – und auch deutschlandweit – gilt ein Verkaufsverbot für Feuerwerkskörper und Raketen. Grund ist laut Gesundheitsressort die Gefahr von größeren Menschenansammlungen in der Silvesternacht und das damit verbundene erhöhte Infektionsrisiko. Dazu komme noch die Belastung von Krankenhäusern und Rettungsdiensten durch Unfälle mit Feuerwerkskörpern.

In Bremen ist außerdem das Mitführen und Abbrennen von Feuerwerkskörpern der Kategorie F2 untersagt, ebenso wie die Veranstaltung von Feuerwerken für die Öffentlichkeit. Im Land Bremen gilt das Verbot Feuerwerkskörper zu zünden und abzubrennen auch für Privatgrundstücke. Die Begründung: Spontane Personenansammlungen und unnötige Kontakte sollen vermieden werden. Ausdrücklich erlaubt bleibt der Einsatz von Pyrotechnik als Leuchtzeichen in der Schifffahrt und im Flugverkehr.

In Niedersachsen sind Kommunen laut Corona-Verordnung verpflichtet, Bereiche auszuweisen, in denen keine Feuerwerke abgebrannt werden dürfen. Im Allgemeinen sind das belebte Plätzen und Straßen, wie Innenstädte und Bahnhofsplätze.

Der Landkreis Verden seinerseits hat bestimmt, wo gezündet werden darf: auf oder unmittelbar vor dem eigenen Grundstück oder Wohnsitz.
Mit wie vielen Menschen darf ich zusammen feiern?
Ins neue Jahr darf privat mit maximal zehn Personen gefeiert werden. Ausgenommen davon sind Kinder unter 14 Jahren. Für Ungeimpfte gelten strengere Regeln. Für sie gilt weiterhin, dass sie sich bei privaten Zusammenkünften nur mit dem eigenen Hausstand und zwei weiteren Personen treffen dürfen. Diese Regeln gelten sowohl in Niedersachsen als auch in Bremen.

Die niedersächsische Staatskanzlei betont noch einmal, dass die privaten Feiern auch dann auf zehn Personen beschränkt bleiben, wenn dafür eine Räumlichkeit oder Gaststätte angemietet wird.
Dürfen Kneipen, Restaurants und Clubs Silvester geöffnet haben?
Kneipen, Bars und Restaurants dürfen auch Silvester geöffnet haben – es gelten jedoch die üblichen Regeln: 2G in Restaurants und 2G-plus in Bars in Bremen und 2G-plus in Niedersachsen.

Clubs und Diskotheken müssen weiterhin geschlossen bleiben. Für sie und sonstige Tanzveranstaltungen gilt, dass sie bereits seit dem 24. Dezember nicht mehr erlaubt sind.
Wie sieht es mit Reisen aus?
Prinzipiell sind Reisen aktuell nicht verboten. Der neue Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) rät davon aktuell jedoch ab. Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) mahnt zumindest das Einhalten der Abstandsregeln im öffentlichen Personenverkehr an: gleich, ob im Zug, im Bus oder im Flieger. Unterdessen warnt das Auswärtige Amt vor Reisen in verschiedene Corona-Hochrisiko- und in Virusvarianten-Gebiete.

Von Bundesland zu Bundesland unterscheiden sich die Regeln in Hotels und Ferienunterkünften. In Niedersachsen gilt laut einer Zusammenfassung des ADAC aktuell in Gastronomie, Hotels und bei Kulturveranstaltungen die 2G-plus-Regel, im ÖPNV 3G und Maskenpflicht. Laut Staatskanzlei kommen in Hotels und Ferienunterkünften zwei weitere negative Tests pro Woche hinzu. In Bremen gilt flächendeckend die 2G-Regel sowie ebenfalls 3G und Maskenpflicht im ÖPNV.
Sind Versammlungen und Demonstrationen an Silvester und Neujahr erlaubt?
Demonstrationen sind in Bremen und Bremerhaven an Silvester und Neujahr verboten. In Nordrhein-Westfalen ist dieses Verbot vom Oberverwaltungsgericht Münster gekippt worden. In Niedersachsen gilt Silvester und Neujahr ebenfalls ein Verbot von Ansammlungen von Personen in der Öffentlichkeit. Man darf sich in dieser Zeit in der Öffentlichkeit außerhalb der eigenen Wohnung nur mit Personen treffen, die dem eigenen oder einem weiteren Haushalt angehören. Die Höchstgrenze liege laut Staatskanzlei bei fünf Personen, wobei Kinder bis einschließlich 14 Jahren nicht einzurechnen sind.

Keine großen Feiern zu Silvester in Bremen

Bild: Radio Bremen

Autorin

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Der Morgen, 30. Dezember 2021, 6:20 Uhr