Interview

Einsatzleiter Rainer Suhrhoff über den "Seute Deern"-Einsatz

Großeinsatz bei der "Seute Deern": Was ist passiert – und was macht den Einsatz besonders? Fragen an Feuerwehr-Einsatzleiter Rainer Suhrhoff.

Feuerwehrleute auf der Seute Deern Bremerhaven
75 Kräfte sind bei der "Seute Deern" im Einsatz Bild: Nonstopnews
Herr Suhrhoff, was ist hier heute Nacht passiert?
Wir haben kurz vor 23 Uhr die Meldung "unklare Rauchentwicklung" bekommen. Dann ist ein Löschzug hergefahren. Es zeigte sich, dass das Feuer im Küchenbereich des Schiffrestaurants ausgebrochen ist. Wir haben schnell gesehen, dass das alles sehr schwer zugänglich ist und haben weitere Kräfte angefordert. Nun sind wir hier mit vier Wehren und 75 Kräften.
Waren Menschen in Gefahr?
Nein, alle haben das Schiff rechtzeitig verlassen. Als der Brand ausbrach, waren auch nur noch sehr wenige Gäste an Bord.
Man sieht bei der "Seute Deern" sehr viel Rauch, aber kein Feuer. Wo genau brennt es?
Die "Seute Deern" ist ein altes Schiff, das mit mehreren Schalen aufgebaut ist. Das Feuer sitzt irgendwo in den Zwischenräumen. Wir sind von außen und von innen dabei, diese Hohlräume freizulegen beziehungsweise sie mit speziellen Löschsystemen zu fluten oder mit Wassernebel zu bekämpfen.
Ist das für Sie als eine Hafenstadt-Feuerwehr ein Standard-Einsatz?
Wir sind natürlich für die Schiffsbrand-Bekämpfung gerüstet. Aber es ist halt die "Seute Deern", ein Museumsschiff, durch altertümliche Bauweise und zusätzliche Einbauten verbaut – es ist schon etwas Besonderes. Und dabei spielt für uns natürlich auch der emotionale Wert des Schiffes eine Rolle.
  • Boris Hellmers

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 16. Februar 2019, 19.30 Uhr