2G im Einzelhandel und Gastro-Kontaktverfolgung fallen in Bremen weg

Auf einem Zettel an einem Geschäft steht "Kein 2G Nachweis notwendig".
Bild: DPA | Frank Rumpenhorst
  • Einkaufen in Bremen und Bremerhaven ohne 2G-Nachweis
  • Keine Kontakterfassung mehr bei Veranstaltungen
  • Beschlüsse müssen noch bestätigt werden

Die bisher geltenden 2G-Einschränkungen für den Einzelhandel in Bremen und Bremerhaven sollen abgeschafft werden. Das hat der Bremer Senat beschlossen. Abstands- und Hygieneregeln bleiben Pflicht beim Besuch von Geschäften, ebenso muss weiterhin eine FFP2-Maske getragen werden. Nachweise über Corona-Impfungen oder eine Genesung braucht es künftig aber nicht mehr.

Bremens Bürgermeister Bovenschulte sagte, die bisherige 2G-Regelung sei in immer mehr Bundesländern abgeschafft worden, so etwa auch in Niedersachsen. Eine bundesweite 2G-Regelung sei damit nicht mehr zu halten. Trotz vieler Neuinfektionen ist die Lage auf den Intensivstationen laut Landesregierung derzeit stabil – die Abschaffung der 2G-Regel in den Geschäften daher der nächste logische Schritt.

Keine Kontakterfassung mehr bei Gastronomie oder Veranstaltungen

Der Senat beschloss zudem, die Kontakterfassung in Bremen und Bremerhaven beispielsweise in Restaurants und Cafés oder bei Veranstaltungen abzuschaffen. Dazu zählen auch Theater und andere Kultur- und Freizeiteinrichtungen. Das bedeutet, dass die Kontaktdaten der Besucher in Bremen beispielsweise per Luca-App oder die per Notizzettel nicht mehr verpflichtend erfasst werden müssen.

Laut Bremens Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard (Linke) wolle man sich in Bremen "bewusst auf besonders vulnerable Einrichtungen" wie Krankenhäuser oder Pflegeeinrichtungen konzentrieren. Dort "werden wir bei Neuinfektionen selbstverständlich weiterhin alle Kontakte ermitteln, um jene zu schützen, die besonders gefährdet sind", so Bernhard in einer Mitteilung.

Gleichzeitig gilt in der Gastronomie, in Kultureinrichtungen und allen weiteren Einrichtungen ab Freitag dann weiterhin die 2G-Regel und die Pflicht, Hygienekonzepte anzuwenden. So können Infektionen "weiterhin effektiv verhindert werden", sagte Senatorin Bernhard.

Warnstufe 3 ab Freitag in der Stadt Bremen

Neben den Lockerungen im Einzelhandel und bei der Kontaktdatenerfassung soll die Stadt Bremen am Freitag von der höchsten Warnstufe 4 in die Warnstufe 3 wechseln. Die Änderungen könne voraussichtlich ab Freitag gelten. Vorher muss noch der Verfassungs- und Geschäftsordnungsausschuss der Bürgerschaft zustimmen.

Damit fällt die 2G-Plus-Regel in der Gastronomie sowie in Kultur- und Freizeiteinrichtungen weg. In Bars bleibt sie allerdings bestehen. Diskotheken, Clubs und Festhallen bleiben weiterhin geschlossen, so der Senat. Durch den Wechsel von der vierten in die dritte Warnstufe entfällt ebenfalls die 3G-Regel beim Besuch von Behörden.

Voraussichtlich schon am morgigen Mittwoch befasst sich der zuständige Ausschuss der Bremischen Bürgerschaft mit den heutigen Beschlüssen des Senats. Stimmt er zu, treten die neuen Regelungen noch in dieser Woche in Kraft.

Deshalb kippt Bremen die 2G-Regel im Einzelhandel

Bild: Imago | Michael Gstettenbauer

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 8. Februar 2022, 19:30 Uhr