Bremer Senat will Friseuren jetzt doch Hausbesuche verbieten

  • Bremer Friseure können Kunden derzeit zu Hause die Haare schneiden
  • Bremer Senat prüft, wie Hausbesuche unterbunden werden können
  • Hin und Her verärgert Friseure
Bild: DPA | Jens Büttner

Manchmal geht es ganz schnell: Erst am Dienstagabend hatte sich die Lücke in der Bremer Corona-Verordnung bezüglich der Friseure aufgetan, jetzt soll diese schon wieder geschlossen werden. Der Sprecher der Bremer Gesundheitsbehörde, Lukas Fuhrmann, teilte buten un binnen mit, dass sich der Senat derzeit mit der Frage beschäftige, "wie die Hausbesuche von Friseuren unterbunden werden können und welche weiteren Schritte notwendig sind".

Hintergrund ist, dass die Friseur-Innung Bremen erst am Dienstag darüber informiert hatte, dass die aktuelle Verordnung Bremer Friseuren Hausbesuche bei ihren Kunden nicht verbietet. In der aktuellen Bremer Rechtsverordnung steht lediglich, dass Friseursalons geschlossen bleiben müssen. Das hatte in der Folge für einige Verwirrung und auch Verärgerung gesorgt.

Derzeit sind mobile Friseurbesuche erlaubt. Das soll jetzt geändert werden.

Lukas Fuhrmann, Sprecher der Bremer Gesundheitsbehörde

Das Land Bremen habe "zu keinem Zeitpunkt Betätigungsverbote für ganze Berufsgruppen verhängt", sagte Fuhrmann. Als die Verordnung erlassen wurde, habe es das Phänomen mobiler Friseure aber noch nicht gegeben. Inzwischen sehe der Senat die Notwendigkeit zu handeln.

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 27. Januar 2021, 19:30 Uhr