Bremer Senat sagt Spielhallen-Wildwuchs den Kampf an

Ein Mann sitzt an einem Spielautomaten.
Bremen setzt den Glücksspielstaatsvertrag um: Die Zahl der Spielhallen soll sinken. Bild: DPA | Salome Kegler
  • Landesregierung verschärft Regeln für Bremer Spielhallen und Wettbüros
  • Anzahl der Anbieter soll durch Mindestabstände verringert werden
  • Spielsüchtige sollen so weniger Gelegenheit haben, Geld zu verspielen

Der Bremer Senat will Glücksspieler stärker schützen und die Zahl der Spielhallen und Wettvermittler reduzieren. Dafür hat die Landesregierung nun eine entsprechende Änderungen in den Gesetzen für Spielhallen und Glücksspiele beschlossen.

Um die Anzahl der Glücksspielhallen und Wettbüros zu verringern, sollen sie in Zukunft in Bremen und Bremerhaven mindestens 500 Meter voneinander entfernt sein. Doppelt so viel wie bisher. Der gleiche Mindestabstand gilt auch zu Schulen. Außerdem muss man für den Besuch von Spielhallen und Wettbüros künftig mindestens 21 Jahre alt sein. Bislang durfte man bereits mit 18 Jahren Spielotheken betreten.

Durch die neuen Regelungen sollen Spielsüchtige und jene, die es werden könnten, weniger Gelegenheiten haben, ihr Geld zu verspielen. Damit setzt Bremen den bundesweiten Glücksspielstaatsvertrag aus dem vergangenen Jahr um. Die Änderung muss noch durch Deputationen und Bürgerschaft.

Glücksspiel in Bremen: Das gilt künftig für Spielhallen und Wettbüros

Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 10. Mai 2022, 19:30 Uhr