Bremen hebt Landesmindestlohn um 29 Cent an

Eine Person hält 12 Euro in der Hand.
Bild: DPA | Fernando Gutierrez-Juarez
  • Landesmindestlohn steigt von 12 auf 12,29 Euro
  • Mindestlohn gilt für Beschäftigte des Landes und der Stadtgemeinden
  • Opposition kritisiert Entscheidung des Senats

Der Bremer Senat hat beschlossen, den Landesmindestlohn von 12 Euro auf 12,29 anzuheben. Der Bremer Mindestlohn gilt für Beschäftigte des Landes und der Stadtgemeinden. Auch Beschäftigte von Firmen, die Aufträge vom Land oder der Stadt bekommen, sollen künftig den erhöhten Satz erhalten. Im Gegensatz zum Bundesmindestlohn ist der Landesmindestlohn keine grundsätzliche Lohnuntergrenze. Die liegt zur Zeit bei knapp 10 Euro und muss in jedem Job gezahlt werden.

Die Pläne der Bremer Regierung stoßen auf heftige Kritik bei der Opposition. Der finanzpolitische Sprecher der CDU, Jens Eckhoff, fordert vom Senat zu erklären, wie der höhere Landesmindestlohn finanziert werden soll. In den Haushalten der jeweiligen Ressorts für dieses und nächstes Jahr sind die Kosten bereits berücksichtigt, erklärt die Sprecherin der Wirtschaftsbehörde Kristin Viezens. Die jeweiligen Behörden hätten den Mehraufwand geschätzt und zusätzliche Kosten von bis zu 1,1 Millionen Euro ermittelt.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau am Nachmittag, 3. Mai 2022, 17 Uhr