Hilfe für Bremer Gastronomie: Senat will erneut Pacht übernehmen

Menschen sitzen an der Bremer Schlachte
Bild: Imago | Schöning
  • Senat will Pacht für Außengastronomie übernehmen.
  • Bereits in den vergangenen zwei Jahren fiel die Gebühr weg.
  • Vorhaben fast an Geldmangel gescheitert.

Bremen will Gastronomen, die städtische Flächen für die Außengastronomie nutzen, auch für dieses Jahr die Pacht erlassen. Das geht aus einer Vorlage für die heutige Sitzung des Senats hervor, die buten un binnen vorliegt. Schon in den vergangenen beiden Jahren hatte die Stadt auf die Gebühren für die Außengastronomie verzichtet.

Normalerweise müssen die Wirte jährlich dafür zahlen, wenn sie öffentliche Flächen nutzen. Wegen der Corona-Pandemie fiel das aber zuletzt weg. Auch für dieses Jahr schien das bereits beschlossene Sache zu sein. Doch das Vorhaben drohte zu scheitern, weil das Geld fehlte. Die Mittel aus dem Bremen-Fonds, mit dem die Stadt die Auswirkungen der Corona-Pandemie abfedern will, sind bis 2023 vollständig vergeben. Alle Projekte waren dadurch vorläufig gestoppt.

Wirte brauchen Planungssicherheit

Weil die Wirte aber planen müssen, werden die Gebühren von insgesamt rund 175.000 Euro nun von der Stadt übernommen. Das bestätigten übereinstimmend Sprecherinnen aus dem Bau- und dem Finanzressort.

"Die Gastronominnen und Gastronomen sind durch zwei schwere Jahre gegangen. Ich finde es daher angemessen, dass wir ihnen diese zusätzliche Gebühr auch in diesem Jahr erlassen. Ich freue mich sehr, dass wir hierfür die Finanzierung sicherstellen werden", sagte Bausenatorin Maike Schaefer (Grüne) auf Nachfrage.

Autor

  • Pascal Faltermann Autor

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 3. Mai 2022, 6 Uhr