Bürgerschaft will kein Schwerlast-Terminal für Bremerhaven prüfen

  • Bürgerschaft lehnt Antrag der CDU zum Thema Schwerlast-Terminal ab.
  • Fraktion wollte Möglichkeiten für Bremerhaven prüfen lassen.
  • Schwerlasthafen sollte Alternative zu OTB darstellen.
Der Schwerlasthafen in Cuxhaven
Die CDU-Fraktion in der Bremischen Bürgerschaft wollte Möglichkeiten für einen Schwerlasthafen wie hier in Cuxhaven auch für Bremerhaven prüfen lassen. Bild: dpa | Ingo Wagner

Die Bremische Bürgerschaft hat einen Antrag der CDU für einen möglichen Schwerlast-Terminal in Bremerhaven abgelehnt. Die Fraktion hatte beantragt, wegen der Rückgänge in der Windenergiebranche neben dem Offshore-Terminal auch die Möglichkeiten für einen Schwerlasthafen in Bremerhaven zu prüfen.

Das Gerichtsverfahren, das den Offshore-Terminal Bremerhaven (OTB) ersteinmal gestoppt hatte, werde wahrscheinlich erst 2024 abgeschlossen sein, so begründete der CDU-Bürgerschaftsabgeordnete Jörg Kastendiek den Antrag. Darum müsse man jetzt über Alternativen nachdenken. Seine Fraktion forderte, dass es eine Machbarkeitsstudie für einen Schwerlasthafen geben sollte.

Prüfung für Schwerlasthafen würde OTB behindern

Davon hielt der Bremerhavener SPD-Abgeordnete Elias Tsartilidis gar nichts. Man müsse das Gerichtsverfahren nach einer Klage des BUND abwarten, ehe man ein neues Verfahren anstrenge. Die CDU arbeite durch ihren Antrag mit Salamitaktik gegen nachhaltige Wirtschaftspolitik in Bremerhaven. Bremens Bausenator Joachim Lohse (Grüne) argumentierte, mit der Windenergie werde es wieder aufwärts gehen. Der OTB sei weiterhin ein zentrales Projekt für Bremerhaven und müsse zügig umgesetzt werden. In Richtung CDU sagte er, wer jetzt einen Schwerlasthafen planen wolle, lege die Axt an die Wurzel des OTB.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 20. Juni 2018, 21 Uhr

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