Ryanair-Streik: In Bremen wohl vier Flüge betroffen

  • Billigflieger Ryaniar sagt für kommende Woche 600 Flüge ab
  • Insgesamt rund 100.000 Passagiere betroffen
  • Von und nach Bremen fallen insgesamt vier Flüge aus
Ryanair Flughafen Bremen
Die Flüge von Faro und Alicante nach Bremen und zurück fallen am 26. Juli aus. Bild: Imago | Rainer Unkel

Der Billigflieger Ryanair hat wegen angedrohter Streiks des Kabinenpersonals für die kommende Woche 600 Flüge abgesagt. Betroffen seien jeweils rund 50.000 Passagiere am Mittwoch und Donnerstag (25./26.7.), wie das Unternehmen am Mittwoch über den Kurznachrichtendienst Twitter mitteilte. Es gehe um täglich 200 Flüge von und nach Spanien sowie jeweils 50 für Portugal und Belgien, zusammen rund 12 Prozent des gesamten Angebots für ganz Europa. Betroffene Passagiere würden informiert, hieß es von der Airline.

In Bremen sind laut der Unternehmensseite derzeit zwei Strecken am Donnerstag, 26. Juli, betroffen. Von Faro nach Bremen (15:15 Uhr) und zurück von Bremen nach Faro (19:55) sowie die Verbindung von Alicante nach Bremen (15:50 Uhr) und zurück nach Alicante (19:20 Uhr)

Kabinenpersonal kämpft für bessere Arbeitsbedingungen

Der Hintergrund: In Spanien, Portugal und Belgien haben die jeweiligen Gewerkschaften die Flugbegleiter bei Ryanair aufgerufen, die Arbeit niederzulegen. Bei dem Streik geht es um höhere Gehälter und bessere Arbeitsbedingungen. Die irischen Piloten der Gesellschaft wollen an diesem Freitag (20.7) und am kommenden Dienstag (24.7.) ebenfalls streiken.

Die Passagiere seien per Mail oder SMS-Nachrichten informiert worden, ihnen würden Umbuchungen oder voller Ersatz der Tickets angeboten, teilte Ryanair mit. Die Streiks seien nicht gerechtfertigt und würden nur Familienurlaube stören und der Konkurrenz nutzen, erklärte Sprecher Kenny Jacobs.

In Deutschland hat Ryanair die DGB-Gewerkschaft Verdi als Verhandlungspartner für das Kabinenpersonal anerkannt. Die Gewerkschaft will nun zügig Tarifverhandlungen aufnehmen. "Die Flugbegleiter bei Ryanair in Deutschland haben heute endlich die Zusicherung erhalten, dass ihr Recht, sich bei Verdi zu organisieren und für eine bessere Zukunft einzutreten, von Ryanair respektiert wird", erklärte Bundesvorstandsmitglied Christine Behle. Es sei ein historischer Schritt in Richtung guter Arbeitsbedingungen gelungen. Die zweite deutsche Kabinengewerkschaft Ufo verhandelt ebenfalls mit Ryanair. Am Freitag steht ein weiterer Termin in Dublin an.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 18. Juli 2018, 22 Uhr