Rönner-Gruppe hat Interesse an Lloyd-Werft in Bremerhaven

  • Geschäftsleitung bestätigt buten un binnen Verhandlungen
  • Rönner-Gruppe hofft auf finanzierbare Lösung
  • Genting-Group will Lloyd zum Jahresende dicht machen
Trockendock der Lloyd-Werft in Bremerhaven.
Soll zum Jahresende schließen: die Lloyd-Werft in Bremerhaven. Bild: Radio Bremen | Cengiz Kültür

Die Bremerhavener Rönner-Gruppe hat Interesse an der Übernahme der Lloyd-Werft. Entsprechende Verhandlungen hat die Geschäftsleitung buten un binnen bestätigt. Am Freitag war nach einer Belegschaftsversammlung bekannt geworden, dass die Werft zum Ende des Jahres geschlossen werden soll.

"Wir sind an der Werft interessiert", bestätigte die Rönner-Gruppe. Allerdings nur, wenn es eine tragfähige und vor allem finanzierbare Lösung gebe. Die Gespräche dazu liefen schon einige Zeit. Geschäftsführer Thorsten Rönner sagte, er sei geschockt von der Nachricht, dass die Werft Ende des Jahres nun wohl komplett dichtgemacht werden soll. Das hatte die Gewerkschaft IG Metall nach einer Belegschaftsversammlung bestätigt.

Wegen der Corona-Pandemie will sich der asiatische Genting-Konzern demnach komplett aus der Lloyd-Werft zurückziehen. An seinen ostdeutschen Standorten will er rund 1.200 Jobs streichen. Bei der Lloyd-Werft arbeiten rund 350 Beschäftigte in der Stammbelegschaft.

Senatorin: Situation schwierig aber nicht hoffnungslos

Bremens Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt (Linke) sagte, es komme nicht in Frage, die Werft aufzugeben. Sie machte aber keine Angaben dazu, wie der Senat genau helfen will. Die Situation ist schwierig, aber nicht hoffnungslos, so Vogt wörtlich. Ein Sprecher von Bremerhavens Oberbürgermeister Melf Grantz (SPD) sagte, wenn die ostdeutschen Genting-Standorte finanzielle Hilfe von Land und Bund bekämen, müsse auch Bremerhaven etwas abbekommen.

Hat die Lloyd-Werft in Bremerhaven eine Zukunft?

Video vom 20. Februar 2021
Eine Flagge mit der Aufschrift "Lloyd Werft" weht im Wind.
Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 20. Februar 2021, 14 Uhr