Bestechungsverdacht: Bremer Manager von Rheinmetall angeklagt

Ein Firmenschild von Rheinmetall Defence

Geldbuße gegen Bremer Rheinmetall-Manager wegen Bestechung

Bild: DPA | Philipp Schulze
  • Anklage wegen Untreue gegen Bremer Manager
  • Verfahren 2020 gegen Geldbuße eingestellt
  • Ursprünglicher Verdacht: Schmiergeldzahlung von 5,4 Millionen Euro

Wie erst jetzt bekannt geworden ist, haben zwei Bremer Rheinmetall-Manager bei einem Rüstungsgeschäft mit Russland unter Bestechungsverdacht gestanden. Einen entsprechenden Bericht der Welt am Sonntag hat die Bremer Staatsanwaltschaft buten un binnen bestätigt. Beide Männer seien 2019 wegen Untreue angeklagt worden. Das Verfahren wurde 2020 gegen eine Geldbuße eingestellt.

Ursprünglich standen die Manager in Verdacht, rund 5,4 Millionen Euro Schmiergeld an Empfänger in Russland gezahlt zu haben. Dabei ging es offenbar um einen Großauftrag für ein Gefechtsübungszentrum aus dem Jahr 2011. Da Bestechungsvorwürfe im Ausland oft nur schwer nachzuweisen sind, erheben die Justizbehörden in manchen Fällen – wie auch in diesem Fall – Anklage auf Untreue, berichtet das Recherchezentrum Correctiv. So könne dann zumindest der Abfluss von Geldern mit unklarem Ziel geahndet werden.

Nach der Krim-Annexion 2014 hatte die Bundesregierung Rheinmetall die Fertigstellung des 100-Millionen-Euro-Projekts untersagt.

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 22. April 2022, 19:30 Uhr