Regionalzüge im Land Bremen verfehlen Pünktlichkeitsziele

Reisende vor einem Zug auf einem Bahnsteig.
Bild: DPA | Ingo Wagner
  • 95 Prozent aller Regionalzüge müssen pünktlich fahren
  • Das sehen die Verträge des Landes Bremen mit den Zugunternehmen vor
  • Kein Anbieter erreicht dieses Ziel

Regionalzüge im Land Bremen hatten im vergangenen Jahr insgesamt häufiger Verspätung als im Vorjahr. Das geht aus Zahlen der Bremer Mobilitätsbehörde hervor.

Züge gelten als pünktlich, wenn sie sich weniger als fünf Minuten verspäten. Bei 95 Prozent aller Regionalfahrten soll dieses Ziel erreicht werden – so steht es in den Verträgen des Landes Bremen mit den verschiedenen Bahnunternehmen. Doch diese Vorgabe hat im vergangenen Jahr lediglich die "Eisenbahnen- und Verkehrsbetriebe Elbe-Weser GmbH" – kurz EVB – erreicht.

Deutsche Bahn besonders unpünktlich

Die von der Nordwestbahn betriebene Regio S-Bahn in Bremen kommt auf einen Pünktlichkeitswert von 93 Prozent, die Züge der DB Regio und des Metronoms liegen bei unter 90 Prozent. Ein Grund für die zunehmende Unpünktlichkeit ist laut Bremer Mobilitätsbehörde, dass immer mehr Güterzüge auf den Strecken unterwegs sind.

1.900 Entschädigungsfälle im VBN-Gebiet

Seit April vergangenen Jahres können Fahrgäste bei Verspätungen ab zwanzig Minuten eine Entschädigung verlangen. Die wurde bis Ende 2021 im Gebiet des Verkehrsverbundes Bremen und Niedersachsen (VBN) in insgesamt fast 1.900 Fällen auch gezahlt. 

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 8. März 2022, 13 Uhr