Bremens Bürgermeister: Wenn nötig, gibt's wieder Corona-Verschärfungen

Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte
Bovenschulte spricht sich für weitere Lockerungen ab dem 20. März aus. (Archivbild) Bild: DPA | Sina Schuldt
  • Bovenschulte gibt Regierungserklärung vor Bürgerschaft ab
  • Viele Regeln fallen ab dem 20. März
  • Alle Parteien einig: Lockerungen nur mit Vorsicht

Der russische Angriff auf die Ukraine hat auch die Tagesordnung der Bremischen Bürgerschaft bestimmt. Alle Fraktionsvorsitzenden nutzten ihre Redzeit auch, um Solidarität mit der Ukraine zu bekunden und den russischen Angriff zu verurteilen. Schließlich erläuterte Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) in einer Regierungserklärung aber die weiteren Lockerungsschritte von Bund und Ländern.

Zum 20. März sollen viele der bisherigen Corona-Regeln fallen. Dies sei vertretbar angesichts der Infektionszahlen, so Bovenschulte – und gut fürs soziale Zusammenleben und die Wirtschaft. Gleichzeitig mahnte er aber weiter zu Vorsicht. Wenn nötig, könne es auch wieder zu Verschärfungen kommen, so Bovenschulte. Auch andere Redner zeigten sich vorsichtig: "Unbeschwertheit ja – Überschwang nein", sagte CDU-Fraktionschef Heiko Strohmann und forderte rechtzeitige Vorbereitungen auf mögliche neue Infektionswelle im Herbst.

Bremer CDU-Chef mit SPD-Button – gemeinsame Solidarität mit Ukraine

Bild: Radio Bremen

CDU kritisiert Impfpflicht

Strohmann kritisierte aber gleichzeitig das Vorgehen der Bundesregierung und die einrichtungsbezogene Impfpflicht im Gesundheitswesen. SPD-Fraktionschef Mustafa Güngör warf der CDU deshalb ein unwürdiges Schauspiel vor. Die parteiübergreifende Gemeinsamkeit im Kampf gegen die Pandemie, so beklagte Güngör, habe seit der Bundestagswahl deutlich abgenommen. 

Bremen lockert die Corona-Maßnahmen weiter

Bild: DPA | Robert Michael

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Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 24. Februar 2022, 19:30 Uhr