Böllerverbot: Diese Regeln kontrolliert die Bremer Polizei Silvester

  • Innensenator Mäurer begrüßt Entscheidung des Gerichts zum Verbot
  • Ausbreitung der Corona-Pandemie soll so verhindert werden
  • Wer doch Feuerwerk zündet, muss mit Bußgeld von 100 Euro rechnen
Mehrere Böller übereinander
Böller wie diese und Feuerwerk wie Raketen bleiben dieses Jahr in Bremen verboten. Bild: DPA | Frank May

Bremens Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) begrüßt die Entscheidung zum Feuerwerksverbot in Bremen und Bremerhaven. Die Polizei werde die Einhaltung des Böllerverbots kontrollieren. Dies teilte das Innenressort am Nachmittag mit. Das Oberverwaltungsgericht Bremen hatte zuvor das Feuerwerksverbot als rechtmäßig bewertet. "Damit bestätigt das Gericht die Entscheidung des Senats, jeden Anreiz für Menschenansammlungen zu verhindern, um so das Infektionsrisiko zu verringern", erklärte Mäurer.

Mit dem Verbot sollten Menschen geschützt werden, indem sich niemand beim Feiern in geselliger Stimmung anstecke.

Schon seit Monaten geht es darum, Kontakte zu anderen weitestgehend einzuschränken und das Infektionsrisiko zu verringern. Das gilt auch in der Silvesternacht.

Ulrich Mäurer vor seinem Büro im Interview mit dem Sportblitz.
Innensenator Ulrich Mäurer (SPD)

Außerdem dürften die Krankenhäuser nicht noch zusätzlich mit Verletzten durch Feuerwerkskörper belastet werden.

Polizei und Ordnungsamt kontrollieren auch Böllerverbot

Einsatzkräfte der Polizei und des Ordnungsamtes Bremen werden an Silvester im gesamten Stadtgebiet verstärkt im Einsatz sein, heißt es weiter: "Bis in die frühen Morgenstunden werden sie unterwegs sein".

Dabei werden diese Regeln kontrolliert:

  • Das Zünden und Dabeihaben von Feuerwerk ist an Silvester in Bremen grundsätzlich verboten. Mitgeführtes Feuerwerk wird sichergestellt und vernichtet.
  • Kontaktbeschränkungen: Auch der Silvesterabend darf nur im kleinen Rahmen gefeiert werden. Also mit maximal 5 Personen aus zwei Haushalten, Kinder unter 14 Jahre werden nicht mitgerechnet.
  • Es gilt ein grundsätzliches Versammlungs- und Ansammlungsverbot auf allen öffentlichen Straßen und Plätzen.
  • Der Verzehr von Alkohol ist in der Öffentlichkeit untersagt.
  • Zum Jahreswechsel wird die Maskenpflicht in bestimmten Bereichen und Zeiten ausgeweitet.

Verstöße gegen die Coronaschutzverordnung werden mit entsprechenden Bußgeldern geahndet. Wer trotz des Verbots Feuerwerk zündet, muss mit 100 Euro rechnen. Wer unterwegs mit Feuerwerk erwischt wird, zahlt 50 Euro.

Niedersachsens Landesregierung appelliert: Verbringen Sie ein ruhiges Silvester

 Mit Blick auf den bevorstehenden Jahreswechsel appelliert auch der Leiter des Corona-Krisenstabs der Landesregierung, Heiger Scholz, an die Bürger in Niedersachsen, sich an die geltenden Kontaktbeschränkungen sowie die Abstands- und Hygieneregeln zu halten. "Auch Silvester muss dieses Jahr leider vollkommen anders gefeiert werden, als wir das alle gewohnt sind. Bleiben Sie möglichst zuhause und feiern Sie den Jahreswechsel nur im ganz kleinen Kreis", heißt es in einer Mitteilung.

So reagieren die Menschen in Bremen auf das Böllerverbot an Silvester

Video vom 22. Dezember 2020
Das Silvesterfeuerwerk an der Schlachte
Bild: Radio Bremen
Bild: Radio Bremen

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 30. Dezember 2020, 16 Uhr