Mutmaßliche Drogenkuriere aus Bremerhaven vor Gericht

Auf dem Ärmel einer Jacke steht "Justiz".

Mutmaßliche Drogenkuriere aus Bremerhaven ab heute vor Gericht

Bild: DPA | Carmen Jaspersen
  • Angeklagte sollen in Bremerhaven mit Drogen gehandelt haben
  • Durch die Taten sollen sie 1,5 Millionen Euro erzielt haben
  • Kommunikation soll mit Encrochat-Handys verschlüsselt worden sein

Fünf mutmaßlichen Drogenhändlern wird vorgeworfen, als Mitglieder einer Bande zwischen März 2020 und letztem Oktober 1,5 Millionen Euro mit dem Verkauf von Cannabis und Kokain erzielt zu haben. Nach Ansicht der Ermittler kamen hierfür spezielle Handys zur verschlüsselten Kommunikation zum Einsatz, sogenannte Encrochat-Geräte. Gegen die Angeklagten hat der Prozess am Bremer Landgericht begonnen.

Sie sollen die Drogen in drei Wohnungen in Bremerhaven zwischengelagert und dann weiterverkauft haben. Laut Anklage betrieben sie hierfür eine Art Lieferdienst, um die Drogen zu den jeweiligen Kunden zu transportieren. Neben den fünf Angeklagten sollen noch elf weitere Personen in der mutmaßlichen Bande gewesen sein. Gegen sie wird gesondert ermittelt.

Die Absprachen zum Verkauf der Drogen liefen dabei mutmaßlich über sogenannte Encrochat-Handys. Die Geräte ermöglichen eine verschlüsselte Kommunikation. Französischen Ermittlern war es gelungen, Nachrichten zu entschlüsseln und an deutsche Behörden zu übergeben.

Mutmaßliche Drogenkuriere aus Bremerhaven stehen vor Gericht

Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau am Morgen, 19. April 2022, 7 Uhr