Frau von Motorhaube geschleudert: Totschlag-Prozess in Bremen eröffnet

Eine Statue der Göttin Justitia

Frau von Motorhaube geschleudert: Totschlag-Prozess in Bremen beginnt

Bild: Imago | Rainer Unkel
  • Mann vor dem Bremer Landgericht wegen Totschlags angeklagt
  • Er soll seine Frau bewusst mit dem Auto angefahren und tödlich verletzt haben
  • Vorausgegangen war ein Streit zwischen den beiden

Vor dem Landgericht Bremen hat am Vormittag ein Prozess wegen Totschlags begonnen. Angeklagt ist ein zur Tatzeit 38-jähriger Mann. Ihm wird vorgeworfen, im Juli vergangenen Jahres eine 28-Jährige getötet zu haben. Die Bremerin wollte den Mann nach einem Streit am Wegfahren mit seinem Auto hindern. Der 38-Jährige soll aber so stark beschleunigt haben, dass sie von seiner Motorhaube geschleudert wurde. Die Frau erlitt schwere Schädel- und Hirnverletzungen und starb zwei Wochen später im Krankenhaus.

Angeklagter bestreitet Tötungsabsicht

Der Angeklagte habe den Tod der Frau "billigend in Kauf genommen", warf die Staatsanwaltschaft dem Mann zum Auftakt der Verhandlung vor. Dieser bestitt eine Tötungsabsicht. "Ich hatte niemals die Absicht, meine Frau zu töten. Wir haben zusammen zwei Kinder", ließ der Angeklagte über seinen Anwalt erklären. "Ich wollte nur aus der Situation heraus."

Der 38-jährige bestätigte, dass es vorher einen Streit gegeben habe. Dabei sei es um ein Smartphone gegangen, das seine Frau nutzen wollte, aber ihm gehörte. Er habe das Telefon aus dem Fenster geworfen und dann wegfahren wollen. Seine Frau habe sich an ihm und am Auto festgehalten. Der Angeklagte bestritt aber, dass er hochgeschaltet und beschleunigt habe.

Prozess in Bremen: Tötete er mit dem Auto absichtlich seine Frau?

Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 18. Januar 2022, 9 Uhr