Beschäftigte fordern Stopp der Ausgliederungen bei der Bremer Geno

Beschäftigte fordern Stopp der Ausgliederungen bei der Bremer Geno

Bild: Radio Bremen
  • Rund 100 Menschen protestieren gegen Sparpläne des Klinikverbunds
  • Auch Gesundheitssenatorin Bernhard ist gegen Ausgliederung
  • Betroffen sind Beschäftigte, die nicht direkt mit Patienten zu tun haben

Rund 100 Menschen haben in Bremen vor der Gesundheitsbehörde gegen die geplante Ausgliederung beim angeschlagenen städtischen Klinikverbundes Gesundheit Nord (Geno) protestiert. Sie forderten Ressortchefin Claudia Bernhard (Linke) auf, die Pläne zu stoppen. Die Gesundheitssenatorin sagte den Teilnehmern der Kundgebung ihre Unterstützung zu.

Man muss auch klar sehen, dass die Beschäftigten ein Anrecht haben, auch auf Perspektive ihre ordentlichen Gehälter zu behalten

Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard

Bernhard erklärte, sie könne die geplante Ausgliederung nicht allein rückgängig machen. Dazu brauche sie die Unterstützung des gesamten Senates, insbesondere des Finanzressorts. Grund sei, dass die Finanzbehörde für die Beteiligung Bremens an der Geno zuständig ist. Finanzsenator Dietmar Strehl (Grüne) war ebenfalls zur Kundgebung eingeladen, war aber nicht erschienen. Eine Stellungnahme gab es auf Anfrage von buten un binnen nicht.

Zuständige Senatorin gegen Ausgliederung

Gesundheitssenatorin Bernhard machte in ihrer Rede dagegen noch einmal deutlich, dass sie gegen eine Ausgliederung ist. Betroffen davon wären sogenannte "patientenferne Bereiche". Dazu gehören unter anderem der Empfang, die Logistik und Essensversorgung. Das sind laut Verdi hunderte Mitarbeiter. Die würden demnach im Falle einer Ausgliederung bis zu 30 Prozent weniger verdienen.

Dieses Thema im Programm: buten un binnen um sechs, 15. Juni 2022, 18 Uhr