Personalversammlung der Bremer Polizei fordert bessere Bezahlung

Innensenator zur Situation der Bremer Polizei: "Es braucht mehr Zeit"

Bild: Radio Bremen
  • Mehrere hundert Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf Personalversammlung der Bremer Polizei
  • Hauptthema: Hohe Arbeitsbelastung soll besser bezahlt werden
  • GdP-Vorsitzender kritisiert mangelnde Wertschätzung durch die Politik

Die hohe Arbeitsbelastung von Polizistinnen und Polizisten angemessen bezahlen – das war das Hauptthema der Personalversammlung der Bremer Polizei am Montagvormittag. Mehrere hundert Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren ins Congress Centrum gekommen, um über Überstunden, Bezahlung und und wenig Personal zu sprechen.

"Es ist an der Zeit, einfach mal Danke zu zahlen", so lautete das Motto, das sich die Gewerkschaft der Polizei für die Personalversammlung auf die Fahnen geschrieben hatte. Die Stimmung war angespannt. Oder "durchwachsen", wie der Bremer Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) zusammenfasste. Viele Polizisten und Polizistinnen gehen bald in Pension. Darunter leide die Polizei, räumte Mäurer ein. Auch wenn in den nächsten Jahren so viel ausgebildet werde wie seit Jahrzehnten nicht. Die Belastungen durch die Corona-Pandemie seien ebenfalls nicht spurlos am Personal vorbeigegangen – genauso wenig wie brennende Fahrzeuge und Reviere und die permanente Kritik in der Öffentlichkeit.

Der Schwerpunkt des Senats liegt nicht beim Thema "Innere Sicherheit" – so die Überzeugung des Landesvorsitzenden der Gewerkschaft der Polizei, Lüder Fasche. Er wirft der Politik mangelnde Wertschätzung und Rückendeckung vor. Dabei brauche es gerade jetzt in der wieder aufflammenden Pandemie eine starke Polizei mehr denn je. Das koste aber auch etwas, betonte Fasche. Er schlug deshalb vor, zum Beispiel die Zulagen zu erhöhen und die Nachtdienste besser zu bezahlen.

Deshalb ist die Bremer Polizei unzufrieden

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Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 15. November 2021, 19:30 Uhr