Ansturm auf Bremer Impfmobil: Polizei muss Lage beruhigen

Video vom 24. November 2021
Ein Polizeiauto steht auf einem Platz, im Hintergrund ein großer weißer Bus und zahlreiche Menschen, die wartend in einer Schlange stehen.
Bild: Radio Bremen | Janosch Kereszti
Bild: Radio Bremen | Janosch Kereszti
  • Einige warteten offenbar seit dem frühen Morgen vor dem Impfmobil
  • Laut Gesundheitsressort überstieg der Andrang die Möglichkeiten der Impfbus-Betreiber
  • Polizei konnte Lage schnell beruhigen

Die Bremer Polizei ist am Mittag zu einem Einsatz am Impfmobil auf der Bürgerweide ausgerückt. Es wollten zu viele Menschen geimpft werden, und die Kapazitäten für den Ansturm reichten nicht aus. Das führte zu Unruhe. Impfwillige berichteten buten un binnen, dass sie abgewiesen worden seien – dabei hätten sie schon seit 6 Uhr am Morgen in der Schlange gestanden.

Pro Tag gibt es laut dem Betreiber des Impfbusses, dem Deutschen Roten Kreuz (DRK), 350 Impfdosen. Bei sieben Stunden Öffnungszeit macht das also 50 Impfungen pro Stunde. Mehr Impfungen seien nicht zu schaffen. Als immer mehr Impfwillige zum Bus drängten, hätte man deshalb Nummern ausgegeben. Das habe ein Gedränge ausgelöst. Laut Lukas Fuhrmann, Sprecher der Bremer Gesundheitsbehörde, hat der Ansturm auf das Impfmobil die möglichen Impfungen bei Weitem überstiegen.

Bedrohliche Lage empfunden

Einige Menschen wollten offenbar nicht akzeptieren, dass sie keine Impfung bekommen können. Dabei soll auch ein Absperrband durchgerissen worden sein. Die Mitarbeiter des DRK hätten in dem Moment keine andere Möglichkeit gesehen, als die Polizei zu verständigen. Die alarmierten Beamten haben die Lage laut Polizei aber schnell beruhigen können. Größere Handgreiflichkeiten gab es den Angaben zufolge nicht.

Wie groß der Ansturm auf das Impfmobil gewesen sein muss, zeigt sich auch daran, dass es erst um 11 Uhr für die Impfungen öffnet. Das bedeutet, dass sich einige Menschen offenbar schon Stunden vorher zur Bürgerweide aufgemacht hatten, um eine Impfung zu ergattern. Die Schlange der Wartenden soll schon früh mehrere Hundert Meter lang gewesen sein.

Möglicherweise sind die neuen Corona-Maßnahmen, darunter die 3G-Regel am Arbeitsplatz, Grund für den großen Ansturm. Arbeitnehmer müssen ab sofort geimpft oder genesen sein, oder sich täglich testen. Einer der Wartenden sagte zu buten un binnen, dass er eine Impfung bisher nicht in Betracht gezogen habe, sich jetzt aber wegen der 3G-Regel am Arbeistplatz zu einer Impfung entschlossen habe.

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 24. November 2021, 19:30 Uhr