Bremer Raumfahrt-Institut stellt Station für Mond und Mars vor

  • Modul soll vor Weltraum-Strahlung und Meteoriten-Einschläge schützen
  • Modell wurde nun offiziell vorgestellt
  • Bremer Team hat zwei Jahre lang daran gearbeitet
Der Forschungsturm im Zentrum für angewandte Raumfahrttechnologie.

Das Bremer Raumfahrt-Institut ZARM hat eine Station entwickelt, in der Astronauten künftig auf dem Mond oder dem Mars überleben könnten. Am Abend wurde das Modell der Öffentlichkeit präsentiert. Mit dabei war auch der Generaldirektor der europäischen Raumfahrtagentur ESA, Jan Wörner.

Auf das Äußere kommt es nicht so sehr an: Und so beeindruckt der silbrig glänzende Zylinder in der Laborhalle des Instituts neben dem Bremer Fallturm auch nicht durch ein schickes Design. Viereinhalb Meter misst die Röhre innen im Durchmesser. Und das "Erdgeschoss" des zweistöckigen Moduls ist vollgestopft mit Schränken, die aussehen wie eine Einbauküche. Es handelt sich allerdings um Boxen, in denen Laborgeräte und Experimente Platz finden sollen.

Modul soll vor Weltraum-Strahlung und Meteoriten-Einschläge schützen

Zwei Jahre lang hat das Team um die Geophysikerin Christiane Heinicke an dem Modell gebaut. Und auch schon testen lassen, ob das Labor in der Praxis wirklich so von Forschern benutzt werden kann. Das so genannte MaMBA-Habitat für Mond und Mars würde später aus sechs solchen Röhren bestehen. Es soll nicht nur gegen die gefährliche Weltraum-Strahlung und Meteoriten-Einschläge schützen, sondern auch wohnlich genug für die Raumfahrer sein.

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 18. November 2019, 19:30 Uhr