Windenergie-Experten: Auf dem deutschen Markt herrscht Flaute

  • Branchenexperten haben in Bremerhaven diskutiert
  • Demnach verlagert sich das Geschäft immer mehr nach Asien
  • Fachleute sehen Bundesregierung in der Verantwortung
Ein Windrad steht vor dem Kohlekraftwerk in Bremen-Farge.
Nach Ansicht von Branchenexperten droht die deutsche Windkraft-Branche den Anschluss an die Asiaten zu verlieren. (Hier im Bild: ein Windrad vor dem Kohlekraftwerk in Bremen-Farge.) Bild: Imago | Imago/Blickwinkel

Das Geschäft mit der Hochsee-Windkraft verschiebt sich zunehmend ins Ausland. Das wurde auf der Fachmesse Windforce in Bremerhaven deutlich. Die Messe ging am Mittwoch zu Ende. Die Bilanz der Branchenexperten: In Asien werden neue Projekte umgesetzt, auf dem deutschen Markt herrscht dagegen Flaute.

Nach Ansicht der Experten ist dafür die Bundesregierung verantwortlich. Sie habe nämlich die Ausbauziele für Deutschland deutlich gesenkt. Der Branchenverband Wab befürchtet deshalb auch, dass mühsam aufgebautes Know-how verloren gehen könnte. Das sagte Wab-Geschäftsführer Andreas Wellbrock. Es bestehe die Gefahr, dass Fachkräfte nach Fernost abwanderten, weil dort neue Produktionsstätten entstehen.

Der Bremer Projektentwickler WPD hat auch bereits angekündigt, deutsche Mitarbeiter für Windparks nach Taiwan zu schicken. Die WPD hatte bei Taiwans erster Ausschreibung für Offshore-Windenergie gleich zwei Zuschläge für Windparks erhalten.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau, 17. Mai 2018, 7 Uhr