Weservertiefung: Bremerhavener Vorstoß setzt Bremer Senat unter Druck

  • Bremerhavener Magistrat setzt sich für Weservertiefung ein
  • Bremer Senat bislang uneinig
  • Grüne wollen lediglich Außenweser vertiefen lassen
Das derzeite größte Containerschiff der Welt "MSC Gülsün" läuft erstmals das Container-Terminal Bremerhaven an.
Da Containerschiffe wie die "MSC Gülsün" immer größer werden, soll auch die Weser tiefer werden – zumindest, wenn es nach dem Bremerhavener Magistrat geht. Bild: DPA | Mohssen Assanimoghaddam

Nachdem sich der Bremerhavener Magistrat erneut für eine Weservertiefung ausgesprochen hat, gerät der Bremer Senat unter Druck. Einen Appell von Wirtschaftsverbänden für die Vertiefung der Weser hat er bislang nicht unterzeichnet. Denn die rot-grün-rote Koalition ist darüber zerstritten. So sind die Bremer Grünen nur für die Außenweser-Vertiefung – also nur für die Hafenzufahrt in Bremerhaven. Die Unterweser soll außen vor bleiben; hier befürchten sie zu große Umweltschäden. Und Umweltverbände haben auch schon Klagen angedroht.

Eigentlich war die Bremer Regierungskoalition komplett gegen die Unterweser-Vertiefung. Aber Niedersachsen fordert nun im Gegenzug die Vertiefung schon ab Brake. Die Bremer Häfensenatorin Claudia Schilling (SPD) hatte kommentiert, je schneller die Vertiefung der Außenweser komme, umso besser. Jeder fünfte Arbeitsplatz hänge im Land Bremen von den Häfen ab. Auch Deichverbände und Landwirte sehen die weitere Vertiefung um bis zu 1,20 Meter kritisch.

Rückblick: Kommt die Außenweservertiefung jetzt schneller als gedacht?

Video vom 27. Januar 2021
Ein Schiff-Port an der Außenweser, an dem ein kleines schiff andockt.
Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 31. März 2021, 13 Uhr