Zahl der Sozialwohnungen in Bremen und Bremerhaven sinkt weiter

  • Bestand nahm 2018 um knapp 300 auf rund 8050 ab
  • Neue Bremer Koalition will gegensteuern
  • Bundesweit fiel die Zahl der Sozialwohnung ebenfalls
Bremer Sozialwohnungen mit Balkon.
In Bremen und Bremerhaven sind im vergangenen Jahr 300 Sozialwohnungen weggefallen, womit sich ein jahrelanger Trend fortsetzt.

Im Land Bremen gibt es immer weniger Sozialwohnungen. Der Bestand ist im vergangenen Jahr um knapp 300 auf rund 8.050 gesunken. In Niedersachsen ist sogar jede elfte Sozialwohnung weggefallen.

Damit setzt sich ein Trend fort: In den vergangenen Jahrzehnten sind im Land Bremen tausende Wohnungen öffentlicher Wohnungsbaugesellschaften privatisiert worden – genauso bundesweit. So gab es zum Jahresende 2018 in Deutschland fast 42.500 Sozialwohnungen weniger als 2017. Das geht aus der Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage aus der Linksfraktion hervor.

Koalition plant Bau von 10.000 Sozialwohnungen

Bei Sozialwohnungen sind die Mieten staatlich reguliert. Sie werden nur für Menschen mit besonderem Bedarf vergeben. Allerdings fallen solche Wohnungen meist nach 30 Jahren aus der "Bindung" und können dann normal am Markt vermietet werden.

Schon seit längerem steht diese Entwicklung in Bremen auf der Agenda. Im neuen Koalitionsvertrag haben SPD, Grüne und Linke vereinbart, in den kommenden vier Jahren 10.000 Wohnungen zu schaffen, bei Neubauten soll die Sozialquote auf 30 Prozent erhöht werden.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Nachrichten, 14. August 2019, 6 Uhr