Hunderte Beschäftigte bestreiken Bremer Stahlwerk

  • Laut IG Metall sind ihrem Aufruf bis zu 1.000 Arcelor-Beschäftigte gefolgt
  • Hintergrund sind die aktuellen Tarifverhandlungen in der Stahlindustrie
  • Arbeiter fordern unter anderem 1.800 Euro zusätzliches Urlaubsgeld
Einige Menschen bei einem Warnstreik

Mehrere Hundert Arcelor-Beschäftigte haben am Dienstag das Bremer Stahlwerk von Arcelor Mittal bestreikt. Laut der Gewerkschaft IG Metall sind ihrem Aufruf bis zu 1.000 Mitarbeiter gefolgt und haben mehrere Stunden die Arbeit niedergelegt. Die Polizei schätzte die Zahl der Teilnehmer der dazugehörigen Kundgebung auf etwa 600. Sie wollen damit Druck im Tarifstreit der nordwestdeutschen Stahlindustrie machen. Insgesamt arbeiten bei Arcelor in Bremen rund 3.000 Menschen.

Das Bremer Stahlwerk
Im Bremer Stahlwerk arbeiten rund 3.000 Menschen. Bild: DPA | Ingo Wagner

Die IG Metall fordert unter anderem sechs Prozent mehr Lohn. Dazu noch 1.800 Euro zusätzliches Urlaubsgeld, das bei Bedarf in freie Tage umgewandelt werden kann. Die Arbeitgeber haben in den bisherigen drei Verhandlungsrunden noch kein Angebot vorgelegt.

Die nächsten Gespräche finden am kommenden Montag statt. Erst dann will die IG Metall entscheiden, ob es weitere Protestaktionen gibt – dann auch wieder in Bremen. Die Streiks haben bereits in der vergangenen Woche begonnen. In der nordwestdeutschen Stahlindustrie arbeiten rund 72.000 Menschen. Der Bezirk umfasst neben Bremen auch Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau am Morgen, 12. Februar 2019, 7 Uhr