Unregistrierte Waffen ab heute straffrei abgeben

  • Zahl der Waffen soll sinken
  • Bremer Behörde rechnet mit Abgabe von "Erbstücken"
  • Normalerweise droht Haftstrafe

Waffen sollen in Deutschland aus dem Verkehr gezogen werden. Deswegen können auch in Bremen und Bremerhaven ab heute unregistrierte Waffen abgegeben werden.

Das Bremer Innenressort rechnet damit, dass viele Erbstücke abgegeben werden – Waffen, die in einem Schrank von verstorbenen Verwandten auftauchen und nirgendwo registriert sind. Die Erben wüssten dann häufig nicht, wohin damit. Solche Pistolen und auch Munition können die Besitzer in den kommenden zwölf Monaten bei der Polizei oder im Ordnungsamt in der Stresemannstraße straffrei abgeben. Normalerweise drohen Besitzern von unregistrierten Waffen Haftstrafen von bis zu fünf Jahren.

Schon im Jahr 2009 gab es eine solche Amnestieregelung. Damals wurden rund 1.200 Waffen bei der Bremer Polizei abgegeben. Eine Sprecherin des Innenressorts geht davon aus, dass es dieses Mal weniger sind. In Bremen werden Waffenbesitzer seit einigen Jahren schärfer kontrolliert, ob tatsächlich alle Waffen in ihrem Besitz auch registriert sind. Dadurch seien weniger nicht-registrierte Waffen im Umlauf, so die Sprecherin.

Dieses Thema im Programm: Hörfunk-Nachrichten von Radio Bremen, 17. Juli 2017, 7 Uhr