Neues Bündnis kämpft für mehr Personal in Bremer Kliniken

  • Dem Bündnis gehören Beschäftigte, Betriebsräte und Parteien an
  • Ein Volksbegehren soll die Landesregierung unter Druck setzen
  • Vorbilder sind Initiativen in Hamburg, Berlin oder auch Bayern
Pflegerinnen und Pfleger im Krankenhaus
Der Arbeitsalltag im Krankenhaus ist stressig und anstrengend. Abhilfe verspricht sich das Bündnis von mehr Personal.

Die Initiative will mit einem Volksbegehren Druck auf die Landesregierung machen, mehr Pflegepersonal für die städtischen Kliniken einzustellen. Die Situation in den Krankenhäusern sei mittlerweile häufig unerträglich, heißt es in einer Mitteilung zum Auftakt der Initiative. Zu dem "Bündnis für mehr Personal im Krankenhaus" gehören neben Beschäftigten der Krankenhäuser auch Vertreter von Betriebsräten, Parteien und Gewerkschaften. Sie wollen ab Ende Oktober Unterschriften für ihren Antrag auf ein Volksbegehren sammeln. 5.000 Unterzeichner brauchen sie im ersten Schritt, um ihr Anliegen auf die Tagesordnung des Bremer Senats zu bringen.

Die Ökonomisierung der Krankenhäuser

Zwei Ärzte hinter einem Tisch mit Operationsbesteck.

In dem Volksbegehren soll es darum gehen, dass Kräfte nach einem Personal-Schlüssel eingesetzt werden, der sich stärker als bisher an den Bedürfnissen der Patienten orientiert. Aktuell könne der Klinikalltag in vielen Fällen nur deshalb funktionieren, weil Pflegekräfte spontan einspringen und ihre eigene Gesundheit hinten anstellen würden. Die Gewerkschaft Verdi erwartet viel Unterstützung aus der Bevölkerung. Das Thema Pflege gehe schließlich jeden etwas an, sagte ein Sprecher. Ähnliche Initiativen wie jetzt in Bremen gibt es auch in anderen Bundesländern. In Berlin, Hamburg und Bayern arbeiten diese bereits daran, ebenfalls Volksentscheide für mehr Krankenhauspersonal zu erreichen.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau am Mittag, 19. Oktober 2018, 12 Uhr