Bremer Unternehmen hinken bei Testangeboten hinterher

  • Große Bremer Unternehmen bieten teilweise noch keine Tests für Belegschaft an
  • Genaue Zahlen erhebt weder die Handelskammer noch Gewerkschaften
  • Bovenschulte fordert Testpflicht, falls sich die Unternehmen nicht dran halten
Video vom 8. April 2021
Ein Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes führt einen Corona Schnelltest mit einem Nasenabstrich durch.
Bild: Imago | Becker Bredel

Die großen Bremer Unternehmen hinken teilweise mit dem freiwilligen Testangebot für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hinterher. Das hat eine Recherche von buten un binnen ergeben. Demnach bietet lediglich Daimler den Beschäftigten zwei Selbsttests pro Woche an. Airbus und BLG bieten ihren Beschäftigten ab dieser Woche dieses Testangebot an.

Genaue Zahlen, wie viele Bremer Unternehmen ihren Beschäftigten ein Schnelltest-Angebot machen, gibt es nicht. Weder die Handelskammer noch die Gewerkschaften haben dazu belastbare Angaben. Regelmäßige Selbsttests bieten dagegen die meisten Bremischen Gesellschaften an. Der Klinikverbund Gesundheit Nord, die Wohnungsbaugenossenschaft Geno oder auch der Flughafen Bremen teilten auf buten und binnen-Anfrage mit, dass sie ihren Beschäftigten zwei Schnelltests pro Woche zur Verfügung stellen.

Schnelltests für Feuerwehr und Polizei ab kommende Woche

Anders bei Polizei und Feuerwehr – laut Innenbehörde können sich die Angestellten und Beamten bisher nur in Testzentren testen lassen. Ab der kommenden Woche soll es aber auch für sie kostenlose Schnelltests für zu Hause geben, so eine Sprecherin der Innenbehörde. Für Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) sind die regelmäßigen Tests ein wichtiger Beitrag zum Infektionsschutz. Sollten sich Unternehmen dem entziehen, erwarte er, dass sie vom Bund per Gesetz zu einem Testangebot verpflichtet werden, so der Bürgermeister zu buten un binnen.

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 8. April 2021, 19:30 Uhr