Überseestadt: Investor plant 122 neue Wohnungen

  • Gelände liegt neben ehemaligem Eduscho-Gebäude
  • 122 Wohnungen und Grünflächen geplant
  • Investor muss nicht Sozialwohnungs-Quote erfüllen
Luftbild der Überseestadt Bremen mit dem Investorengrundstück „Am Kaffeequartier“/„Johann-Jacobs-Straße“.
Auf der schraffierten Fläche zwischen den Straßen "Am Kaffee-Quartier“ und "Johann-Jacobs-Straße“ sollen 122 neue Wohnungen entstehen – samt Grünanlagen und drei Tiefgaragen. Bild: WFB | Christian Ring

Bremen kriegt neuen Wohnraum in der Überseestadt: Der Haushalts- und Finanzausschuss hat nach einer öffentlichen Ausschreibung den Verkauf eines gut 12.000 Quadratmeter großen Areals in der Bremer Überseestadt beschlossen. Das teilte die Wirtschaftsförderung Bremen (WFB) jetzt mit. Den Zuschlag hat die Firma Detlef Hegemann Immobilien Management bekommen.

Auf dem Gelände, das in direkter Nachbarschaft zum ehemaligen Eduscho-Gebäude liegt, plant der Investor 60 Reihenhäusern. Insgesamt sieben verschiedene Wohnungstypen mit 122 Wohneinheiten und drei Tiefgaragen. Reihenhäuser mit eigenem Garten gibt es bisher nicht in der Überseestadt.

Stadt reagiert auf steigenden Wohnungsbedarf

Die Grundstücksfläche am Kaffee-Quartier ist im "Sofortprogramm Wohnungsbau“ aufgeführt. Mit dem Programm hat die Stadt Bremen auf den steigenden Bedarf an Wohnungen insbesondere für kleine und mittlere Haushaltseinkommen reagiert.

"Dieser Verkauf ist ein weiterer wichtiger Schritt in der Entwicklung der Überseestadt. Die richtige Mischung an Industrie, Gewerbe, Wohnen und Freizeit verwandelt die Überseestadt in einen Ort, an dem Menschen gerne arbeiten und leben“, sagte Martin Günthner (SPD), Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen.

Kritik an dem Verkauf kam unter anderem seitens der Linken, da sich der Investor nicht an die sonst für städtische Flächen in Bremen übliche Quote halten muss, ein Viertel des Wohnraumes zu Sozialwohnungen zu machen. Dies war aber auch schon in der Ausschreibung so festgelegt, erklärt Juliane Scholz von der WFB. Ein angrenzendes Bauprojekt der GEWOBA habe einen Anteil von 40 Prozent Sozialwohnungen, damit gleiche es sich insgesamt aus.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Tag, 26. März 2019, 23:30 Uhr