Könnte Bremen die Trinkwasserversorgung wieder selbst übernehmen?

  • Wasserversorgung soll Thema beim SPD-Parteitag im Juni sein
  • Linke und Grüne sind offen für die Diskussion
  • Bisher ist der Energieversorger SWB zuständig
Audio vom 20. Mai 2021
Ein Glas wird unter einem Wasserhahn aufgefüllt.
Bild: Imago | Bihlmayerfotografie
Bild: Imago | Bihlmayerfotografie

Die Bremer SPD denkt offenbar darüber nach, die Trinkwasserversorgung der Stadt Bremen wieder komplett in die öffentliche Hand zurückzuholen. Auf ihrem Parteitag im Juni bringt der Landesvorstand der Sozialdemokraten einen entsprechenden Antrag ein.

Sauberes Trinkwasser zu liefern, sei eine wichtige kommunale Aufgabe. Und mit dem Klimawandel wachse diese Bedeutung, sagte Arno Gottschalk, umweltpolitischer Sprecher der SPD. Derzeit versorgt das Bremer Energieunternehmen SWB die Stadt mit Trinkwasser aus dem niedersächsischen Umland. Bremen ist an der SWB beteiligt, aber nicht mehrheitlich.

Grüne wollen sich nicht festlegen

Die Grünen als Koalitionspartner sind bereit darüber zu reden, wollen sich aber noch nicht festlegen. Die Linke sieht das ähnlich. Sie ist unsicher, ob Bremen das finanziell stemmen kann. Schließlich sei auch geplant, die Straßenreinigung im Jahr 2028 in einen rein städtischen Betrieb umzuwandeln. Für die Abwasserentsorgung wird das derzeit ebenfalls geprüft.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 20. Mai 2021, 10 Uhr