Unterweser wird nur zum Teil unter Naturschutz gestellt

  • Ausweisung der kompletten Unterweser als Naturschutzgebiet ist vom Tisch.
  • Für Wirtschaft wichtige Bereiche sollen zum Landschaftsschutz-Gebiet werden
  • Dort gelten dann weniger strenge Regeln
Die Unterweser von Harriersand aus gesehen
Blick von der Weserinsel Harriersand aus über die Unterweser. Bild: dpa | Klaus Nowottnick

Aufatmen in Bremerhaven: Die drohende Ausweisung der kompletten Unterweser als Naturschutzgebiet ist vom Tisch. Das hätte erhebliche Einschränkungen für Unternehmen und Anlieger an der Weser bedeutet. Die Wirtschaftsbehörde des Landes Bremen zeigte sich erfreut. Sie hatte im vergangenen Sommer gegen die entsprechenden Pläne protestiert.

Der Appell an das niedersächsische Umweltministerium habe gefruchtet, heißt es aus der bremischen Wirtschaftsbehörde. Die Neubewertung zeigt laut Sprecher Tim Cordßen, dass ein Miteinander von Wirtschaft und Natur machbar sei.

Niedersachsen hatte ursprünglich geplant, den kompletten Mündungsbereich von Weser und Elbe unter Naturschutz zu stellen. Das hätte deutliche Einschränkungen unter anderem für die Hafenwirtschaft in Bremerhaven zur Folge gehabt. Die für Unternehmen und Anlieger wichtigen Bereiche sollen nach Angaben des niedersächsischen Umweltministeriums jetzt unter Landschaftsschutz gestellt werden – die dabei geltenden Vorgaben lassen viel mehr Spielraum als beim Naturschutz.

Hintergrund der Debatte sind Vorgaben der Europäischen Union. Die Unterweser muss demnach als Schutzgebiet gesichert werden.

Dieses Thema im Programm: Hörfunknachrichten, 17. Januar 2018, 17 Uhr