Land Bremen muss mit weiteren Einnahmeausfällen bei der Steuer rechnen

  • Corona-Pandemie wirkt sich weiter negativ auf das Steueraufkommen aus
  • Zuwächse werden erst ab 2024 wieder erwartet
  • Bis dahin soll weiter Ausnahmeregelung von der Schuldenbremse gelten
Ein rotes Sparschwein mit Bremer Schlüssel.
Das Steuerminus fällt für das Land Bremen größer als bislang erwartet. (Symbolbild) Bild: DPA | Christin Klose

Der Corona-bedingte Einnahmeausfall bei den Steuern fällt wahrscheinlich größer aus als bislang erwartet. Nach der jüngsten Steuerschätzung kann das Land Bremen für das laufende Jahr mit Einnahmen von 3,5 Milliarden Euro und für 2022 mit 3,55 Milliarden Euro rechnen. Das sind fünf beziehungsweise 22 Millionen Euro weniger als bei der letzten Steuerschätzung im vergangenen Herbst prognostiziert wurden. Erst ab 2024 ist nach Angaben der Finanzbehörde wieder mit leichten Zuwächsen bei den Steuereinnahmen zu rechnen. Deshalb soll bis dahin weiter die Ausnahme von der Schuldenbremse gelten. Darüber muss allerdings die Bürgerschaft entscheiden.

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Video vom 14. Mai 2021
Dietmar Strehl äußert sich im Interview zur Steuerschätzung
Dietmar Strehl äußert sich im Interview zur Steuerschätzung Bild: Radio Bremen | Radio Bremen
Bild: Radio Bremen | Radio Bremen

Leichtes Plus für die Städte Bremen und Bremerhaven

Während das Land Bremen mit einem größeren Minus bei den Steuereinnahmen rechnen muss, kann die Stadt Bremen – zumindest für das laufende Jahr – ein leichtes Plus von etwa sechs Millionen Euro einplanen, für 2022 wurde ein leichter Rückgang von 600.000 Euro im Vergleich zur letzten Steuerschrätzung errechnet.

Positiv sieht es auch für die Stadt Bremerhaven aus. Sie kann in diesem und im kommenden Jahr auf knapp sechs Millionen Euro mehr an Steuereinnahmen hoffen. Für beide Städte gilt aber, wie für das Land Bremen, dass das Steueraufkommen deutlich niedriger ist als vor der Pandemie.

Dieses Thema im Programm: Buten un binnen, 14. Mai 2021, 19:30 Uhr