Bremerhavener SPD beschließt Bildungsoffensive

  • SPD will mehr Geld von der Landesregierung
  • Lehrer sollen gleich bezahlt werden
  • Quereinsteiger sollen Fortbildungen erhalten
Lehrer, Schüler und Eltern demonstrieren gegen Unterrichtsausfall in Bremerhaven
Im Oktober hatten Eltern, Schüler und Lehrer in Bremerhaven gegen Unterrichtsausfall demonstriert.

Die Bremerhavener SPD hat auf einem Parteitag am Samstag geschlossen für eine Bildungsoffensive gestimmt. Um die angespannte Lage in den Schulen zu verbessern, fordert die SPD mehr Geld von der Landesregierung. Diese soll demnach die Löhne für das gesamte Schulpersonal zahlen. Bisher zahlt sie nur die Löhne der Lehrer.

Bildungssenatorin Claudia Bogedan spricht auf dem SPD-Parteitag in Bremerhaven.
Bildungssenatorin Claudia Bogedan spricht auf dem Bremerhavener SPD-Parteitag. Bild: Mario Neumann

Konkret haben sich die Bremerhavener Delegierten für einen Bürokratieabbau, die gleiche Bezahlung aller Lehrer und Fortbildungen für Quereinsteiger ausgesprochen. Zum Unterbezirksparteitag der SPD in Bremerhaven sind rund 140 Delegierte aus sieben Ortsvereinen eingeladen. Sie repräsentieren rund 900 SPD-Mitglieder in der Stadt.

Zentralelternbeirat kritisiert zu viele Verwaltungsaufgaben der Lehrer

Anders als Bremens Bildungssenatorin Claudia Bogedan (SPD) sprechen sich die Bremerhavener Genossen deutlich für eine bessere Bezahlung an Grundschulen aus. Lehrer der Klassen 1 bis 4 sollen das gleiche verdienen wie an anderen Schulen. So könnten gute Lehrer für unbesetzte Stellen gewonnen werden.

Bremerhavens Schuldezernent Michael Frost (parteilos) sagte, als Sofortmaßnahme gegen Unterrichtsausfall würde bereits jetzt für Lehrer eingeplantes Geld für geringer qualifizierte Aushilfen ausgegeben. Eine Vertreterin des Zentralelternbeirats begrüßte das. Sie kritisierte zugleich, dass Lehrer zu wenig unterrichten und zu viele Verwaltungsaufgaben wahrnehmen.

Dieses Thema im Programm: Hörfunknachrichten, 13. Januar 2018, 14 Uhr