Seute Deern darf an Abwrackplatz geschleppt werden

  • Behörden genehmigen kurze Schleppfahrt
  • Fachgutachter muss alle Schritte überwachen
  • Letzte Reise könnte schon übernächste Woche stattfinden
Das Holzsegelschiff "Seute Deern" liegt ohne Masten im Alten Hafen in Bremerhaven.
Die Seute Deern wird nur noch mit starken Pumpen über Wasser gehalten. Nun scheint die letzte Schleppfahrt festzustehen. Bild: Radio Bremen | Sonja Harbers

Die kurze Schleppfahrt des maroden Segelschiffs Seute Deern in Bremerhaven zu seinem Abwrackplatz kann in Angriff genommen werden. Die wasserrechtliche Genehmigung für das Manöver sei erteilt, sagte ein Sprecher von Bremenports. Der 101 Jahre alte Segler wird an seinem derzeitigen Liegeplatz am Deutschen
Schifffahrtsmuseum nur mit Hilfe starker Pumpen über Wasser gehalten.

Zur Demontage soll die Seute Deern an einem Seil über wenige Meter an die Baltimore-Pier, das Ende eines Hafenbeckens, gezogen werden. Das Manöver war eigentlich für Ende Januar geplant. Doch verzögerte sich die Genehmigung, weil erst die Statik der alten Spundwände und die Beschaffenheit des Untergrunds geprüft werden mussten.

Schleppfahrt schon übernächste Woche denkbar

Eine Auflage des Umweltamts Bremerhaven sei, dass ein Fachgutachter alle einzelnen Schritte der Vorbereitung überwache, sagte Holger Bruns, Sprecher von Bremenports. Die Schleppfahrt könnte dann in der übernächsten Woche stattfinden, sagte Bruns. Der Hafenbetreiber Bremenports hat den Auftrag für das Manöver.

Die Menschen in Bremerhaven hängen an der Seute Deern und sehen sie als Wahrzeichen der Stadt. Trotzdem hatten sich vergangenes Jahr alle Seiten damit abgefunden, dass das lecke Schiff nicht saniert werden kann und abgewrackt werden muss. Unerwartet stellte aber der Bund 46 Millionen Euro zur Verfügung, um die Seute Deern nachzubauen und andere Museumsschiffe in Bremerhaven zu sanieren.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 7. März 2020, 9:30 Uhr