Küstenländer wollen für Windkraft-Konzern Senvion bürgen

  • Bremen will sich an Überbrückungsbürgschaften für Senvion beteiligen
  • Hamburg und Schleswig-Holstein ebenfalls involviert
  • Windkraft-Konzern hatte Anfang April Insolvenz angemeldet
Das Logo auf dem Senvion-Firmensitz. Das Bild ist absichtlich schief und stellt eine Schieflage des Unternehmen da.
In Schieflage: der Windanlagenbauer Senvion. Bild: DPA | Daniel Bockwoldt

Das Land Bremen plant, sich an Überbrückungsbürgschaften der Küstenländer für den angeschlagenen Senvion-Konzern zu beteiligen. Das wurde nach einem Krisengespräch im Bremer Rathaus bekannt. Das Windkraft-Unternehmen hatte Anfang April Insolvenz angemeldet, konnte den Betrieb dann aber über einen Kredit doch noch aufrechterhalten. In Deutschland beschäftigt der Konzern 1700 Mitarbeiter, 300 davon am Standort Bremerhaven.

Schleswig-Holstein, Hamburg und Bremen würden als Überbrückung gemeinsam die Bürgschaft zur Verfügung stellen, hieß es nach einem Gespräch zwischen Bremer Senat, Gewerkschaft, Betriebsräten und Insolvenzverwalter. Über die Bürgschaften sollen Arbeitsplätze gesichert werden – sollte nicht rechtzeitig ein neuer Investor gefunden werden, sagte ein Senatssprecher. Es liefen aber gute Gespräche zwischen Insolvenzverwalter und potenziellen Investoren mit dem Ziel, den Windenergieanlagenbauer komplett zu erhalten. Bis Juni sind die Gehälter über Insolvenzgeld gesichert. Bei der geplanten Bürgschaft soll es dem Vernehmen nach um 120 Millionen Euro für einen Zeitraum von drei Monaten gehen.

  • Dirk Bliedtner

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 16. Mai 2019, 20 Uhr