Hausbesuchs-Verbot für Bremer Friseure gilt ab Montag

  • Senat und Bürgerschaft stimmen Verbot von Hausbesuchen zu
  • Gesundheitsressort hatte Vorlage erarbeitet
  • Bremer Gesetzeslücke wird damit geschlossen
Einem Mann werden die Haare geschnitten (Symbolbild)
Mehr als einen Monat lang hätten Bremer Friseure laut Corona-Verordnung theoretisch Hausbesuche durchführen dürfen. Das hatte für einiges an Aufregung gesorgt. (Symbolbild) Bild: DPA | Keystone/Jochen Zick

Der Bremer Senat hat das Schlupfloch für Friseur-Hausbesuche in der Bremer Corona-Verordnung geschlossen. Wie der Sprecher der Bremer Gesundheitsbehörde, Lukas Fuhrmann, auf Anfrage von buten un binnen mitteilt, wurde die Änderung der Verordnung schon am Mittwoch formuliert und der Senatsbeschluss heute Vormittag gefasst. Die Bürgerschaft stimmte anschließend für das Verbot der "körpernahen Dienstleistungen im Hausbesuch".

Das bedeutet: Auch mobile Diensleistungen wie etwa Maniküren, Kosmetikbehandlungen, Tätowierungen und Massagen sind dann ausdrücklich verboten. Ausnahmen gibt es nur für medizinisch notwendige Behandlungen. Auch Dienstleistungen nach dem Prostituiertenschutzgesetz sind verboten.

Die Bürgerschaft erlässt damit die mittlerweile sechste Änderungsverordnung zur geltenden Corona-Verordnung vom 15. Dezember. Ab Montag, dem 1. Februar, tritt die neue Regelung in Kraft.

Info zu Friseur-Hausbesuchen sorgte für Wirbel

Am Mittwoch hatte die Nachricht, dass Friseure ihre Kunden gemäß der aktuellen Bremer Corona-Verordnung zu Hause besuchen dürfen, für Aufregung gesorgt. Das Bremer Gesundheitsressort hatte daraufhin mitgeteilt, dass man diese Gesetzeslücke umgehend schließen werde.

Bremer Senat will Friseuren Hausbesuche verbieten

Video vom 27. Januar 2021
Eine Friseurin, die in ihrem Salon ihre Utensilien einräumt.
Bild: Radio Bremen
Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 27. Januar 2021, 19.30 Uhr