So geht es an Kitas, Grundschulen und weiterführenden Schulen weiter

Bremer Kitas und Grundschulen nehmen einen eingeschränkten Regelbetrieb auf. Eltern und Kinder in Bremerhaven müssen sich noch gedulden. Der Senatsbeschluss im Einzelnen.

Video vom 9. Juni 2020
Petra Katzorke der zentralen Elternvertretung Bremen im Studio von buten un binnen.
Bild: Radio Bremen

1 Kitas

Ab dem 15. Juni sollen Bremens Kitas wieder alle ihre Kinder so lange wie möglich betreuen, mindestens 20 Stunden pro Woche. Das hat die Senatorin für Kinder und Bildung, Claudia Bogedan (SPD), am Dienstag bei einer Senatspressekonferenz erklärt. Wann es auch in Bremerhaven so weit sein wird, werde der Magistrat der Seestadt von den örtlichen Corona-Infektionszahlen abhängig machen und dann autonom entscheiden, so die Senatorin.

In Bremen sollen die Kinder nach Möglichkeit wieder in ihren Stammgruppen betreut werden, wobei die Gruppen sowohl drinnen als auch draußen voneinander getrennt bleiben. Das Personal soll möglichst in nur einer Stammgruppe eingesetzt werden und nicht zwischen den Häusern wechseln.

Eltern, die eine Kita betreten, sollen eine Maske tragen. Die im Zuge der Corona-Pandemie eingeführten Hygiene- und Abstandsgebote bleiben bestehen.

2 Grundschulen

Ab dem 15. Juni soll an allen Bremer Grundschulen je die Hälfte aller Schülerinnen und Schüler in wechselnden Schichten Unterricht haben. Zum 22. Juni werden die Bremer Grundschüler zudem in ihrer üblichen Klassenstärke und in allen Jahrgangsstufen wieder an vier Tagen pro Woche vier Schulstunden unterrichtet werden. Senatorin Bogedan weist allerdings ausdrücklich darauf hin, dass hierbei die Personalsituation an den einzelnen Schulen berücksichtigt werden müsse.

Auch soll der Unterricht möglichst in getrennten Gruppen und in getrennten Räumen stattfinden. Fachkräfte sollen möglichst nur in einer Gruppe eingesetzt werden.

Wie bei den Kitas so gilt auch für die Grundschulen: Der Magistrat wird für Bremerhaven aufgrund des Infektionsgeschehens in der Seestadt autonom entscheiden, wann dort die Grundschulen dem Beispiel Bremens folgen und ihr Unterrichtsangebot ausbauen.

3 Weiterführende Schulen

Die weiterführenden Schulen möchte der Bremer Senat langsamer wieder öffnen als die Kitas und die Grundschulen. Als Gründe hierfür nennt Senatorin Bogedan die Kurs- und Differenzierungssysteme dieser Schulen sowie das Fachlehrerprinzip. Hierdurch lasse sich eine Durchmischung der Lerngruppen kaum vermeiden. Dennoch sollten nach Ende der Abschlussprüfungen und noch vor den Sommerferien auch weiterführende Schulen den Präsenzunterricht ausweiten.

So gelte weiterhin das Ziel: Alle Schülerinnen und Schüler sollen ab dem 15. Juni an allen Oberschulen und Gymnasien in wechselnden Schichten vor Ort unterrichtet werden. Schüler des 10. Jahrgangs sollen nach ihren Abschlussprüfungen Unterstützungsangebote bekommen, insbesondere dann, wenn sie auf eine gymnasiale Oberstufe möchten.

Mitschnitt der Senats-PK zur Öffnung von Kitas und Grundschulen

Video vom 9. Juni 2020
Senatorin Claudia Bogedan
Bild: Radio Bremen

Autor

  • Alexander Schnackenburg

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 9. Juni, 19.30 Uhr