Deutsche Seehäfen fordern bessere Verkehrswege

  • Betreiber der Seehäfen sind grundsätzlich zufrieden
  • Allerdings sollten Stromsteuern sinken und Gebühren später fällig werden
  • Unterstützung vom Bremer Häfenressort
Abendstimmung im Hafen von Bremerhaven
Auch die Betreiber des Bremer Hafens sind grundsätzlich zufrieden. Bild: Imago | Norbert Schmidt

Die deutschen Seehafenbetriebe beurteilen die wirtschaftlichen Aussichten für die Branche grundsätzlich als gut. Sie forderten aber auf ihrer Jahrespressekonferenz in Hamburg den Bund und die Länder auf, mehr für die Wettbewerbsfähigkeit der Häfen zu tun.

Ganz oben auf der Forderungsliste: ein besserer Ausbau der Verkehrswege und besseres Planungs- und Umweltrecht. So müssten Projekte wie die Flussvertiefungen von Weser, Elbe und Ems schneller vorankommen. Außerdem fordern die Vertreter der Branche, dass Einfuhrsteuern nicht sofort entrichtet werden, sondern später gezahlt werden können. Dies sei in anderen Häfen der Fall und von der EU auch so vorgesehen. Eine weitere Forderung: Die EEG-Umlage auf Landstrom zu streichen. Denn die Umlage mache den Strom von Land zu teuer, so dass der Anreiz groß sei, für die Stromversorgung den Schiffsdiesel laufen zu lassen. Schwertransporte müssten darüber hinaus schneller genehmigt und die Digitalisierung der Häfen vorangetrieben werden.

Unterstützung aus der Politik

Das Bremer Häfenressort teilt die Forderungen. Die Konkurrenz für Bremerhaven und Bremen liege nicht in Hamburg oder Wilhelmshaven, sondern in Antwerpen und Rotterdam, sagte ein Sprecher. Insbesondere die langen Planungsverfahren betrachte man mit großer Sorge.

Die Hafenbetriebe im Land Bremen haben im vergangenen Jahr rund 74 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen. Für dieses Jahr erwartet das Ressort Zahlen in gleicher Höhe.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau am Nachmittag, 14. November 2017, 16 Uhr