Kurzarbeit im Stahlwerk: Bremer EU-Abgeordneter kritisiert Kommission

  • Schuster fordert eine CO2-Abgabe für importierten Billigstahl
  • Das Stahlwerk will ab Anfang 2020 Kurzarbeit anmelden
  • Grund dafür ist die schlechte Auftragslage
Ein Arbeiter in einem Stahlwerk in der Nähe des Feuers.

Der Bremer Europapolitiker Joachim Schuster (SPD) hat die EU-Kommission wegen der angekündigten Kurzarbeit im Bremer Stahlwerk kritisiert. Für ihn sei sie ein Zeichen dafür, "dass die EU-Kommission die Lage in der Stahlindustrie völlig falsch einschätzt", schrieb Schuster in einem Statement auf Facebook.

Joachim Schuster
Joachim Schuster fordert eine CO2-Abgabe für importierten Stahl.

Die aktuelle Lage bezeichnet er als "Krise". Die Unternehmensführung von Arcelor Mittal informierte die Bremer Belegschaft in einem Schreiben, ab Anfang 2020 Kurzarbeit anmelden zu wollen. Grund dafür sei die verschlechterte Marktlage. Schuster fordert daher eine CO2-Abgabe für importierten Stahl und strikteres Vorgehen gegen Billigstahl von außerhalb Europas. Nach eigenen Angaben leiden die Stahlkocher vor allem an Billigimporten aus China und der Türkei. 

Es reicht nicht, dass Frau von der Leyen das nur ankündigt. Die Kommission muss jetzt zügig Taten folgen lassen!

Joachim Schuster (SPD) - 16. Oktober 2019, 21:36 Uhr.

Mehr zum Thema:

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 16. Oktober 2019, 19:30 Uhr